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Tiirck. Über secundäre Erkrankung einzelner
stücke des Rückenmarkes bis 8"' unterhalb der Brücke in Entfernungen
von 1—1W" geführte Querschnitte untersucht wurden, zeigte,
dass keine Kreuzung Statt findet.
Einmal gelang es mir, die Fortsetzung des centripetal
leitenden Antheiles des einen Seitenstranges
bis zur Insertionsstelle des corp. r e sti forme ins
kleine Gehirn zu verfolgen. Es war dies die Fortsetzung des
linken Seitenstranges in dem Falle, welchem die S. Figur entlehnt
ist. Es fanden sich nämlich noch an einer ganz kleinen unmittelbar
nach aussen vom linken Bindearm gelegenen Stelle ziemlich zahlreiche
Körnchenzellen vor. In vielen durch die Hemisphären und
den Wurm des kleinen Gehirnes systematisch geführten und mit
der grössten Genauigkeit untersuchten Durchschnitten, so wie auch
in den Binde- und den Brückenarmen, in der vom linken Kleinhirnschenkel
nach der Brücke verlaufenden Markmasse konnte ich eben
so wenig eine Spur von secundärer Erkrankung auffinden, als in
meinen älteren und anderen neueren Untersuchungen des kleinen
Gehirnes.
Die Vorderstränge verhielten sich in allen diesen so wie
in meinen 3 älteren Fällen vollkommen normal (s. Fig. 3), woraus
folgen würde, dass, während die ganzen Hinter- und Seitenstränge
centripetal leiten, die Vorderstränge in dieser Richtung nicht leiten.
Der unterhalb der comprimirten Stelle gelegene
Abschnitt des Rückenmarkes zeigte ein anderes Verhalten;
hier waren nämlich die ganzen Seitenstränge und Vorderstränge
secundär erkrankt, während sich die Hinterstränge normal verhielten
(s. Fig. 6), woraus folgen würde, dass die Vorderstränge in ihrem
ganzen Umfange, die Hinterstränge dagegen gar nicht centrifugal
leiten, während die Seitenstränge in ihrem ganzen Umfange sowohl
centrifugal als centripetal leitende Nervenröhren enthielten.
Dieser bereits in meiner ersten Abhandlung von mir bekannt
gemachte Befund eines älteren Falles hat sieh in 6 neueren Fällen
vollkommen bestätigt, und zwar fielen die höchsten in diesen Fällen
untersuchten Querschnitte einmal auf die Insertion des 4., zweimal
des 7., einmal des 10., einmal zwischen jene des 10. und 11. Brustnerven,
einmal auf jene des 1. Lendennerven.
Die totale Erkrankung der Vorder- und Seitenstränge erstreckte
sich nur wenige Insertionsstellen tiefer nach abwärts. Sie war keine