Uückenmarkstränge und ihrer Fortsetzungen zum Gehirne. 109
Was die Intensität der Erkrankung der bezeichneten Partie des
Seitenstranges betrifft, so fanden sich daselbst die Körnchenzellen
lmal (an der Insertion des 1. Halsnerven) sehr zahlreich, 4mal zahlreich
(an der Insertion des 3. und zwischen jener des 3. und 4. Halsnerven),
lmal (an der Insertion des 3. Brustnerven) ziemlich zahlreich
und 3mal (zwischen der Insertion des 1. und 2. Brustnerven, zwischen
jener des 2. und 3. Halsnerven und an jener des 3. Halsnerven)
nur in ganz geringer Anzahl vor.
Durch das verlängerte Mark wurden nur in 6 Fällen meist
von intensiverer Erkrankung der Seitenstränge Querschnitte gemacht,
auf denen sich durchgehends der Befund meiner 3 älteren Beobachtungen
wiederholte, es zeigten sich nämlich die Fortsetzungen der
secundär erkrankten Partien der Seitenstränge als zwei dieselben
(die erkrankten Partien) an Umfang kaum erreichende, zu beiden
Seiten des verlängerten Markes gelegene Stränge, welche je höher
nach aufwärts gegen die Brücke zu um so mehr nach rückwärts treten,
so dass sie erst hinter die Oliven zu liegen kommen, in einem
unmittelbar unterhalb des unteren Brückenrandes geführten Querschnitte
dagegen sich als äussere Partie des corp. restiforme darstellen
(s. die Abbildungen meiner ersten Abhandlung).
In 2 Fällen zeigten sich jene Stränge des verlängerten Markes
in der Nähe der Brücke von bedeutend grösserem Umfange als in
allen übrigen Beobachtungen, und zwar einmal auf einem 5") ein
zweites Mal auf einem mehr als 3y 2 '" unterhalb des unteren
Brückenrandes geführten Querschnitt. Es war immer nur der Strang
einer Seite in der angegebenen Weise vorwaltend ergriffen.
(S. Fig. 5, welche den mehr als Z 1 /»,'" unterhalb der Brücke geführten
Querschnitt darstellt. Auf der linken Seite waren die Körnchenzellen
im ganzen Umfang der geschwärzten Stelle zahlreich und
grösser, auf der rechten Seite dagegen wie gewöhnlich, klein und
sparsamer.)
Ich hatte es in meiner früheren Abhandlung als Aufgabe künftiger
Untersuchung bezeichnet, zu ermitteln, ob sich die centripetal
leitenden (d. i. oberhalb der comprimirten Stelle erkrankten) Elemente
der Seitenstränge am Anfänge des verlängerten Markes etwa
kreuzen, wie dies von den centrifugal leitenden Elementen der Seitenstränge
(den Pyramiden) gilt, oder ob jedes solche Bündel auf
seiner Seite verbleibt. Ein Fall, in welchem 3 vom oberen End-