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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Bückenmarkstränge  und  ihrer  Fortsetzungen  zum  Gehirne.  105
Dabei  war  2raal  die  Erkrankung  eine  intensive,  2mal  massigen
Grades,  2mal  eine  geringe.
Die  intensivere  Erkrankung  reichte  in  3  Fällen  als  eine  totale
oder  fast  totale  über  je  einen  Querschnitt  gleichförmig  verbreitete
nur  bis  zu  einer  gewissen  Höbe  oberhalb  des  Sitzes  der  Compression,
und  zwar  wurde  sie  in  3  Fällen  um  2—3  Insertionsstellen  höher
als  solche  constatirt,  ebenso  auch  in  einem  jener  2  Fälle,  wo  sie
nur  eine  geringe  war,  an  der  4.  his  5.  Insertionsstelle  oberhalb  der
stärksten  Compression.  Höher  oben  trat  in  den  3  Fällen  intensiverer
Erkrankung  eine  Ungleichheit  zwischen  den  seitlichen  Hälften  des
hinteren  Abschnittes  je  eines  Hinterstranges  auf,  so  dass  die  Körnchenzellenbildung ­
  am  äusseren  Segmente  gegen  die  am  inneren
zurücktrat;  die  Ungleichheit  wurde  je  höher  hinauf  um  so  grösser,
bis  sich  das  äussere  Segment  von  ganz  normaler  Beschaffenheit
zeigte,  während  das  innere  noch  mehr  weniger  zahlreiche  Körnchenzellen ­
  enthielt.  (S.  Fig.  4.)  Wie  weit  oberhalb  der  comprimirten
  Stelle  jene  Ungleichheit  sich  entwickelte  und  wie  bald  sie  his
zum  völligen  Verschwinden  der  Affection  in  den  äusseren  Segmenten
der  Hinterstränge  gedieh,  wurde,  da  ich  keine  hinreichende  Anzahl ­
  von  Querschnitten  in  den  vorliegenden  Fällen  vollführte,  nicht
genauer  ermittelt.
Die  wenigen  untersuchten  Querschnitte  in  jenen  3  Fällen  ergaben
Folgendes:
Ein  Querschnitt  an  der  Insertion  des  2.  Brustnerven  d.  i.  ungefähr
S  Insertionsstellen  oberhalb  der  am  stärksten  comprimirten  Stelle,
zeigte  eine  kaum  deutliche  Ungleichheit,  und  2  Insertionsstellen  höher,
d.  i.  an  der  Insertion  des  8.  Halsnerven,  waren  die  Körnchenzellen
im  äusseren  Segmente  völlig  verschwunden,  im  inneren  in  mässiger
Anzahl  vorhanden.  In  einem  2.  Falle  ergab  ein  Querschnitt  an  der
Insertion  des  3.  Brustnerven,  d.  i.  5  Insertionsstellen  oberhalb  der
stärksten  Compression,  eine  sehr  deutliche  Ungleichheit.  Zwischen
der  Insertion  des  7.  und  8.  Halsnerven  war  das  äussere  Segment
völlig  frei,  das  innere  und  hintere  dagegen  mit  zahlreichen  Körnchenzellen ­
  versehen.
In  einem  3.  Falle  war  an  der  Insertion  des  6.  Halsnerven,  d.  i.
7  Insertionsstellen  oberhalb  der  am  meisten  comprimirten  Stelle,
kaum  eine  Ungleichheit,  an  jener  des  3.  Halsnerven  dagegen  eine
sehr  ausgesprochene  wahrzunehmen,  da  in  dem  inneren  Segmente
            
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