der Kreideschichten in den Ostalpen.
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faeten auszeiclinet. Wenn nicht ganz gleiche Gesteinschichten auch
in den unteren Gruppen wiederkehren würden, könnte man sich sehr
nicht versucht fühlen, dieselben für tertiär zu halten.
Die untere, weit mächtiger entwickelte Gruppe besteht ihrer
Hauptmasse nach aus grauen, gelb- oder blaugrauen, zum Theile sehr
weichen Mergeln, die stellenweise einen ungemeinen Reichthum der
mannigfachsten organischen Reste beherbergen. Ihnen sind alle anderen
Gesteinschichten, an denen die Gosau so reich ist, eingelagert.
Sie wechseln vielfach mit Ränken von Kalkstein, kalkigem Sandstein
und mit Conglomeraten, die vorzüglich an der Rasis des ganzen
Schichtensystems und an der nordöstlichen Grenze desselben mächtig
entwickelt sind. Resonders interessant sind einzelne Ränke von Kalkstein
oder kalkigem Mergel, die von einer erstaunlichen Menge von
Rudisten (vorzüglich Hippuriten, seltener Radioliten und Caprinen),
so wie auch von einem überraschenden Formenreichthum von Korallen
erfüllt sind — die sogenannten Hippuriten- und Korallenkalke —
während andere wieder beinahe ganz aus den fossilen Schalen grosser
Actäonellen und Nerineen zusammengesetzt sind. So constant
übrigens der Charakter dieser Schichten ist, so können sie doch
nicht, wie man es mehrfach gethan hat, für eine besondere Etage des
Gosausystems angesprochen werden, da sie in demselben keine bestimmte
Stelle einnehmen, sondern in dem verschiedensten Niveau
auftreten, bald tief unten, bald wieder, wie an der Traunwand,
hoch oben, fast an der Spitze der ganzen versteinerungsführenden
Gruppe.
Dass sämmtliche Gosauschichten der Kreideformation angehören,
wurde schon von den meisten Geognosten, welche früher die Gosau
untersucht haben, ausgesprochen. Nur war man nicht ganz einig
darüber, welche Stelle ihnen in der Reihe der Kreidegebilde angewiesen
werden solle. Zuerst glaubte man in ihnen die Vertreter mehrerer
Kreide-Etagen zu finden; in der jüngsten Zeit überzeugte man
sich dagegen, dass dies nicht der Fall sei und dass die Gosaugebilde
vorzugsweise den jüngeren Kreideschichten zu parallelisiren
seien. Wenn man dies auch — nur durch sehr wenige Fossilreste
geleitet — mehr ahnte als bewies, so haben doch meine sorgfältigen
paläontologischen Untersuchungen diese Ansicht vollkommen
bestätigt; ich glaube in meiner Abhandlung mit Gewissheit nachgewiesen
zu haben, dass die Gosauschichten die Vertreter des Systeme