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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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98  Tixrck.  Über  secundäre  Erkrankung  einzelner
Je  mehl-  nach  abwärts  um  so  mehr  tritt  es  von  der  Mittellinie  weg  nach
aussen,  bis  es  den  äussernRand  der  entgegengesetzten  Hälfte  des  verlängerten ­
  Markes  oder  des  beginnenden  Rückenmarkes  gewinnt  und  mit
dem  ersten  erst  hier  rasch  auf  die  entgegengesetzte  Seite  getretenen
Bündel  vereinigt  als  Seitenstrang  erscheint.  In  dem  vorliegenden  Falle
hatte  jene  Spaltung  8V 2 '"  unter  dem  hintern  Brückenrande  noch  nicht
begonnen,  13'"  unterhalb  dieses  Randes  war  das  zweite  Bündel  dem
äussern  Rande  der  entgegengesetzten  Hälfte  des  verlängerten  Markes
schon  sehr  nahe  gekommen,  welches  mit  meiner  älteren  Beobachtung
übereinstimmt,  in  welcher  die  Spaltung  der  Pyramide  in  zwei  Bündel
9 1 //"  unterhalb  dem  hinteren  Brückenrande  eben  begonnen  schien,
12'"  unterhalb  demselben  noch  fortbestand  undl4—1S'"  unterhalb  des
hinteren  Brückenrandes  bereits  beide  Bündel  vereinigt  als  Seitenstrang
der  entgegengesetzten  Rückenmarkshälfte  auftraten.  Innerhalb  der
angegebenen  Grenzen  liegt  bekanntlich  die  Pyramidenkreuzung.  Wahrscheinlich
  kommt  auf  Querschnitten  durch  das  verlängerte  Mark
dadurch  eine  Spaltung  der  Pyramide  in  zwei  Bündel  zum  Vorschein,
dass  die  noch  diesseits  des  sulc.  longitud.  anter.  gelegenen  Anfänge  der
in  demselben  sichtbaren  Kreuzungsbündel  wegen  der  Schiefheit  ihres
Verlaufes  von  den  bereits  jenseits  befindlichen  getrennt  erscheinen.
In  zweien  unter  jenen  4  Fällen  war  die  innere  Kap  sei  secundär
erkrankt,  und  zwar  einmal  bei  blosser  Erkrankung  des  entgegengesetzten ­
  Seitenstranges  (6.  Beobachtung).  Hier  war  jener  Theil  des
zwischen  der  grauen  Substanz  des  corp.  Striatum  und  dem  3.  Gliede  des
Linsenkernes  gelegenen  Abschnittes  der  inneren  Kapsel  ergriffen,  welcher ­
  (von  vor-  nach  rückwärts)  dem  3.  Viertel  oder  hinteren  Drittel  des
Sehhügels  entspricht,  und  eben  so  auch  das  dritte  Viertel  des  Grosshirnschenkels. ­
  Das  andere  Mal  (8.  Beobachtung),  bei  Erkrankung  von
Seiten-  und  Vorderstrang*,  war  jenes  Stück  der  inneren  Kapsel  zwischen ­
  der  grauen  Substanz  des  corp.  striat.  und  dem  3.  Gliede  des
Linsenkernes,  welches  dem  mittleren  Drittel  des  Sehhügels  entspricht,
und  das  dritte  Viertel  des  Grosshirnschenkels  secundär  erkrankt;  die
Ursprünge  des  hinteren  Abschnittes  vom  Seitenstrange  und  des  Vorderstranges ­
  ziehen  somit,  wenigstens  zum  Theil,  durch  die  bezeichneten
Stellen  der  inneren  Kapsel  und  des  Grosshirnschenkels  nach  abwärts.
Ich  hatte  schon  früher  die  Beobachtung  gemacht,  dass  sich  die
secundäre  Rückenmarkserkrankung  von  oben  nach  abwärts,  abgesehen ­
  von  der  am  untersten  Abschnitte  des  Rückenmarkes  constant
eintretenden  Abnahme,  nicht  immer  gleichmässig  verbreitet,  sondern
            
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