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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Anordnung  dov  kleinsten  Theilchen  in  Krystallen.

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gleiche  Lage  mit  den  schon  gebildeten  Theilchen  annahmen;
  was  an  Eisenoxydul  und  Eisenoxyd  in  die  Mischung  des
Magneteisensteins  eingehen  konnte,  blieb  übrig,  die  andern  Bestandtheile
  des  Biotits  wurden  hinweggeführt.  Aber  wenn  die  Lage  der
Theilchen  Veranlassung  zum  parallelen  Absatz  der  Magnetittheilchen
gab,  so  müssen  sic  doch  auch  in  dem  letzteren  ihre  Lage  beibebalten,
wenn  auch  seine  Formen  nicht  dem  rhomboedrischen,  sondern  dem
tessularen  Systeme  angehören,  nur  wird  dann  der  Umstand  eintreten
müssen,  dass  Theilchen  von  Eisenoxyd  und  Eisenoxydul,  in  der  durch
die  Mischung  erforderlichen  Anzahl  auch  in  allen  Lagen  erscheinen,
welche  der  Symmetrie  der  neuen  Formen  entsprechen.  Für  das  sechsseitige ­
  Prisma  galt  eine  rhomboedrische  Axe  für  das  Oxyd  und  die
zwei  senkrecht  auf  derselben  stehenden  Flächen  mit  je  drei  unter
120°  und  60°  sich  schneidenden  Richtungen  für  die  Oxydultheilchcn;
sie  entsprechen  einem  parallelen  Paare  von  Oktaederflächen.  Das
Oktaeder  hat  aber  noch  drei  im  Ganzen  vier  symmetrisch  gelegenen ­
  Flächenpaare,  allen  denselben  parallel  muss  eine  gleiche  Ablagerung ­
  von  Theilchen  ebenfalls  symmetrisch  statt  gefunden  haben.  Das
Oktaeder,  oder  jeder  Krystall  von  Magnetit  überhaupt  erscheint  also
als  ein  Gewebe  oder  Netzwerk  von  Oxyd-  und  von  Oxydultheilchen,
von  welchen  die  ersteren  die  Richtung  der  rhomboedrischen  Axen
haben,  die  letzteren  aber  in  den  Oktaederflächen  in  Richtungen  liegen,
welche  die  Spitzen  derselben  mit  den  Mittelpunkten  der  Seiten  verbinden. ­

Es  ist  hier  der  Ort  einiger  anderer  Mineralvorkommen  zu  erwähnen, ­
  welche  den  oben  erwähnten  Vorgängen  weitere  Erläuterungen ­
  bringen.  Dahin  gehören  die  bekannten  Magneteisenstein-Oktaeder ­
  von  Fahlun,  die  auf  jeder  Fläche  ein  Chloritblatt  tragen.  Ich
lasse  es  dahin  gestellt,  ob  es  blosser  Überzug,  ob  es  eine  beginnende
Pseudomorphose  sei,  jedenfalls  gehört  der  Fall  hierher,  als  eine
völlig  in  paralleler  Stellung  stattfindende  Gruppirung,  so  weit  dies
zwischen  einer  tessularen  und  ei  ner  rhomboedrischen  Species  möglich ­
  ist.  Zu  jeder  der  vier  rhomboedrischen  Axen  gehören  zwei,
an  den  Endpunkten  derselben  angefügte  Chloritkrystalle.  Einen  andern ­
  Fall  beschrieb  ich  in  dem  Aufsatze:  „On  the  Parasitic
Formation  of  Mineral  Species  *),”  ursprünglich  als  Magneteisenstein ­
  gebildete  Oktaeder  vom  Vesuv,  auf  jeder  Fläche  eine
‘)  Transactions  of  the  Royal  Society  of  Edinburgh.  1827.
            
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