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Haidinger. Eine Bemerkung über die
Aber eine eigentümliche Farbenerscheinung deutet an, dass auch
hier beide Oxydationsstufen Vorkommen, wie es auch in der Formel
sichtbar ist, nämlich der Dichroismus. Durch die dichroskopische
Loupe hei senkrechter Hauptaxe untersucht, zeigt der Glimmer ein
oberes ordinäres Bild von dunkelgrüner, ein unteres extraordinäres
Bild von gelber hellerer Farbe; weisses gewöhnliches Liebt wird beim
Durchgänge durch den Glimmer zertheilt, ein Theil desselben grün
gefärbt, ist in der Dichtung der Axe polarisirt, der andere gelb gefärbt
ist senkrecht auf die Axe polarisirt, und zwar durch Schwingungen
der Licbtäthertbeilchen, welche für Grün in allen Azimuthen senkrecht
auf der Axe stehen, für Gelb in der Dichtung derselben Statt
linden. Zwei Farben sind es, zweierlei Oxydationsstufen, jede der
letztem wird einer der ersteren angehören, aber sie sind auch aus
andern Beobachtungen bekannt, zum Beispiel der gelben durch Eisenoxyd
in der äussern oxydirenden Löthrohrflamme gefärbten Perle, der
grünen in der innern reducirenden Flamme, so wie in vielen wohlbekannten
Eisenoxyd- und Eisenoxydulverbindungen. Die Farbe des
Eisenoxydes ist senkrecht auf die Axe, die Farbe des Oxyduls in der
Richtung derselben polarisirt. So wie liier bei dem Biotit oder Magnesiaglimmer
ist dies auch bei Pennin und allen Arten von Chloriten
der Fall. Die Form des Eisenoxydes ist bekanntlich das Rhomboeder
des Eisenglanzes von 85° 58' (85° 50' Philipps, Brooke und
Miller). Will man sie in der Form des Glimmers in möglichst paralleler
Stellung denken, so würde nur die eine der Axe parallel vorhanden
sein, die Theilchen des Eisenoxyduls müssten aber senkrecht
auf die Axe, und zwar in eine solche Lage gebracht werden, dass
die Gesammtwirkung senkrecht auf die Axe doch nach allen Richtungen
gleich sei. Dies wird erreicht, wenn man je drei Theilchen sich
in Winkeln von 60° und 120°schneiden lässt; es entsteht ein Netzwerk,
welches über die ganze Fläche hin gleichförmig vertheilt ist,
und daher nothwendig auch nach allen Richtungen einen gleichen
Eindruck machen muss. Merkwürdig ist noch, dass in den Glimmertafeln,
im Biotit, wie sie im Fassathale Vorkommen, die färbende Materie
in concentrischen Schichten abwechselnd dichter abgelagert ist.
Aber als der Glimmer gebildet wurde, war noch kein Magneteisenstein
da. Dieser entstand später, die Lage der kleinsten Theilchen desselben
„glauben wir zu verstehen,” wenn wir sagen, der allmähliche spätere
Absatz gleichartigen Stoffes erfolgte dergestalt, dass sie eine