Anordnung der kleinsten Tlieilchen in Krystallen.
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dass die eine rhomboedrische Axe derselben der rhomboedrischen
Hauptaxe der früher vorhanden gewesenen Glimmerkrystalle parallel
ist, die derselben parallelen drei Flächenpaare aber dieselbe Lage
haben, wie die Seitenflächen der sechsseitigen Prismen.
Die Übereinstimmung ist gewiss höchst beachtenswerth. Ist sie
zufällig, ist sie durch gewisse Verhältnisse bedingt, und welches
sind die veranlassenden Ursachen? Fragen dieser Art liegen wohl
sehr nahe. Übereinstimmende Formen verschiedener chemischer
Materien haben längst den Scharfsinn der Physiker beschäftigt,
namentlich seit sie Mitscherlich durch den Ausdruck isomorph
bezeichnete. Aber hier ist der eigenthümliche Fall, dass eine
Materie verschwand, eine andere an ihre Stelle trat, und doch die
Krystalle der letzteren eine mit den Krystallen der ersteren möglichst
übereinstimmende Stellung einnahmen. Die Formen des Biotits
gehören dem rhomboedrischen Krystallsystem an. Die Biotitkrystalle
von Fassa zeigen im polarisirten Lichte deutlich die Ringe einaxiger
Krystalle, ich habe keine Abweichung von der Regelmässigkeit derselben
bemerkt. Bekanntlich gibt es nach Herrn De Senarmont's
zahlreichen und genauen Untersuchungen Glimmerarten, deren zwei
Axen doppelter Strahlenbrechung unter verschiedenen Winkeln gegen
einander geneigt, bei einigen parallel einer Seite des Sechsecks der
Tafeln sind, bei andern senkrecht darauf stehen. Bei mehreren
beträgt der Winkel derselben nur 1 bis 2 Grad. leb glaube, wenn
auch dieses Yerhältniss eintreten sollte, so würde es keinen nachtheiligen
Einfluss auf die hier anzustellende Betrachtung ausüben.
Der Magnetit ist tessularisch, eine rhomboedrische Hauptaxe
beiden gemeinschaftlich. Übereinstimmend mit Gustav Rose in
seinem „ krystalle - chemischen Mineralsystem” ist die Mischung
des Biotits im Allgemeinen durch (MtjO, FcO, Ä0) 3 SiO, -j-(Al40
3 , Fe z 0 3 ) Si0 3 ausgedrückt. Die Mischung des Magnetits
ist FeO -\- Fe.,0 3 . Substituirt man in der Glimmerformel Eisenoxydul
und Eisenoxyd statt der sänuntlichen einatomigen und zweiatomigen
Basen, aber letzteres auch statt der Kieselerde, so kommt
gerade die Formel des Magnetits heraus.
Also der Magneteisenstein und der Glimmer enthalten beide Eisenoxydul
und Eisenoxyd. Bei dem ersteren ist die Zusammensetzung
vielfältig, in genauen Verhältnisszahlen nachgewiesen. Bei dem letztem
beträgt der ganze Eisengehalt nur sehr wenige Hunderttheile.