neu entdecktes Cetaceum aus Radoboy.
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genommen, welche hin und wieder verschoben sind, so dass es
schwer ist zu bestimmen, welche Fläche der Plättchen, die convexe
oder die liniirte, die äussere ist. Andere Stellen begünstigen die
Ansicht, dass die hellere planere Seite die innere sein wird. Doch
wird man darüber streiten können, zumal da die Unterschiede der
Seiten oder Flächen der Plättchen an andern Stellen als der Flosse
viel weniger ausgebildet sind.
Am Arm ist die liniirte Bedeckungsschicht so wenig erkennbar
oder aufgeschlossen als die Plättchen. An der Flosse von der Handwurzel
an sind nur Plättchen zu sehen, nichts von der liniirten
Schicht; an der Handwurzel sind Reste der liniirten Schicht zugleich
mit Resten der Plättchen zu sehen. An dem übrigen Theil des Fossils,
wo die liniirte Schicht am schönsten erhalten ist, fehlen meist
die Plättchen, nur einige wenige Stellen zeigen wieder beides zugleich.
Hier wird es wahrscheinlich, dass die Plättchen nicht in der
heilem liniirten Schiebt, sondern in der schwarzen verkohlten
Schicht ihren Sitz haben.
Professor Braun, dem ich das Fossil in Beziehung auf die in
demselben Gestein enthaltenen Pflanzenabdrücke zeigte, erklärte,
dass die liniirte Bedeckung auf keinen Fall von Pflanzen herrühren
könne. Ein paar Blätterabdrücke auf dem Stein bezieht derselbe
auf Quercus loncliitis Unger.
Die liniirte Schicht und die Knochenplättchen gehören ohne
Zweifel zusammen und mit sammt der schwarzen Schicht zu der
Hautbedeekung eines Thiers. Wenn sie nicht zu dem von ihnen
bedeckten Thierreste, nicht zu der Extremität und den andern Knoehen
gehören, so würden die letztem gewiss nur einem Delphin zuzusehreiben
sein. Wenn aber die Bedeckung zu den Flossenknochen
gehört, so kann an unsere heutigen Delphine nicht gedacht werden,
Und wir haben es dann mit einem neuen, den Delphinen verwandten
Typus der Vorwelt zu thun.
Ob die Knochenplatten, welche Gervais als bei Vendargues
gefunden kurz anzeigt, auf die Hautknochen einer Sphargis bezieht
und mit Sphargis pseudostracion bezeichnet, bei dem gegenwärtigen
Fossil in Betracht kommen, lässt sich dermalen nicht ermessen,
da die näheren Angaben über diese’Knochenplatten fehlen.
Hoffentlich werden sich mit der Zeit noch andere auf das fragliche
Thier bezügliche Reste in der Formation von Radoboy finden.