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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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M  ii  11er.  Bericht  über  ein

eine  dünne  schwarze,  wie  verkohlt  aussehende  Schicht,  welche
gegen  das  graue  Gestein  und  gegen  den  Knochen  stark  absticht.
Diese  Schicht  ist  an  den  meisten  Stellen  sehr  zerreiblich,  seltener
fest  und  petrificirt.  Nur  an  sehr  wenigen  Stellen  ist  der  liniirte
Überzug,  durch  Zerreissung,  aus  dem  continuirlichen  Lauf  seiner
Linien  gebracht  und  zeigt  dann  zerworfene  Fetzen,  von  welchen
dann  jedes  Stück  seine  parallelen  Linien  anders  gerichtet  hat.
Dagegen  treten  an  der  ganzen  Flosse  und  noch  an  einigen  anderen ­
  Stellen  noch  weniger  zweifelhafte  Reste  einer  Hautbedeckung
auf.  Der  grösste  Tlieil  der  Flosse,  mit  Ausnahme  der  Bruchflächen
der  Knochen,  ist  nämlich  von  kleinen  Plättchen  dicht  bedeckt.  Die
Plättchen  sind  meist  planconvex,  die  eine  Seite  ist  glatt  abgerundet,
die  andere  Fläche  ist  plan  und  letztere  oft  sehr  regelmässig  linirt.
Die  Linien  sind  parallel  und  fast  longitudinal,  d.  h.  fast  in  der  Richtung ­
  der  Länge  der  Flosse,  sie  behalten  an  allen  neben  einander
stehenden  Plättchen  durchaus  dieselbe  Direction.  Die  Linien  der
Plättchen  bestehen  aus  sehr  kleinen  länglichen  an  einander  gereihten
Elevationen.  Die  grössten  Plättchen  haben  ‘/g'"  Querdurchmesser
und  i* 1  der  Dicke.  Auf  einem  Plättchen  von  ‘/ 2 '"  Querdurchmesser ­
  stehen  gegen  8  Reihen  von  Elevationen.  Auf  manchen  Plättchen ­
  sind  die  Linien  undeutlich  und  die  Elevationen  unregelmässig.
Manche  kleinere  Plättchen  zeigen  gar  nichts  von  den  Linien  und  sind
mehr  abgerundet.  Die  meisten  Plättchen  haben  einen  kreisförmigen
Umfang,  seltener  sind  sie  länglich  oder  unregelmässig.  Obgleich  die
Plättchen  an  der  Flosse  dicht  stehen,  so  ist  ihre  Grösse  doch  äusserst
verschieden,  sie  variirt  von  »/*'"  bis  y 10 '";  gegen  das  Ende  der
Flosse  sind  nur  kleinere.  Wo  die  convexe  Seite  bloss  liegt,  hat  sie
wie  auch  die  Zwischenstellen  ein  schwarzes  Ansehen,  die  plane
liniirte  Seite  ist  heller.  Diese  Plättchen  sind  von  grosser  Festigkeit
und  viel  härter  als  das  Gestein.
Am  Oberarm  und  Vorderarm  sind  gar  keine  Plättchen  vorhanden ­
  oder  fallen  nicht  in  die  Bruchflächen  der  Steinplatte,  an  der
Handwurzel  sind  wenige.  Sonst  kommen  noch  dergleichen  Plättchen
an  verschiedenen  andern  Stellen  vor,  aber  meist  äusserst  zerstreut
und  selten,  nur  an  wenigen  Stellen  sind  sie  noch  zu  einem  Haufen
zusammengedrängt.  An  der  Flosse  dagegen  sind  die  Plättchen  überall ­
  zwischen  den  Knochen  und  bis  an  den  Rand  der  Flosse  erhalten.
Es  werden  dort  Plättchen  der  obern  und  untern  Seite  zugleich  wahr-
            
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