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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

neu  entdecktes  Cetaceum  aus  Racloboy.

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Sphargis  nicht  die  geringste  Ähnlichkeit.  Unter  den  schwimmenden ­
  Säugethieren  werden,  wegen  des  Baues  der  Extremität,  sowohl
die  Seehunde  als  die  Lamantine  ausgeschlossen.  Dagegen  gleicht  die
Extremität  ganz  und  gar  dem  Arm  und  der  Flosse  eines  Delphins  oder
echten  Cetaeeums,  womit  auch  allein  die  grossentheils  nur  im  Abdruck ­
  erhaltene  Form  der  Scapula,  und  zwar  vollkommen  übereinstimmt. ­
  Wäre  das  Fossil  von  einem  Delphin,  so  würde  es  eine  sehr
kleine  Art  oder  ein  junges  Thier  sein,  da  der  Arm  mit  der  Flosse
nicht  viel  über  5 1 /,  Zoll  gross  gewesen  sein  kann.  Die  Armknochen,
die  Handwurzel,  Mittelhandknochen,  Phalangen  liegen  noch  grossentheils ­
  in  ihrer  Folge,  es  war  aber  eine  Handwurzel  und  Hand  ohne
alle  Gelenke  und  waren  die  Knochen  nur  durch  Knorpel  verbunden
gewesen,  ganz  so  wie  bei  den  Delphinen.
Das  Oberarmbein  ist  1  Zoll  lang,  in  der  Mitte  6"'  breit,  unten,
wo  es  am  breitesten,  8"'  breit.  Der  Radius  ist  1"  3'"  lang,  7'"  breit,
die  Ulna  ist  1"  lang,  unten  öy^"'  breit.  Die  Mittelhandknochen,  Yon
denen  drei  noch  in  ihrer  natürlichen  Lage  liegen,  sind  5'"  lang,  3"'
breit,  ein  vierter  etwas  kürzerer  ist  nach  der  Handwurzel  verschoben.
Die  ersten  Phalangen,  von  denen  zwei  noch  in  ihrer  natürlichen
Lage,  sind  '&y z ‘"  lang,  2 1 / 2 "'  breit.  Das  obere  Ende  der  Rippen  ist
nirgends  erhalten.  Das  untere  wohl,  dies  ist  breiter  als  der  übrige
Theil,  nämlich  3 X /J"  breit,  der  mittlere  und  obere  Theil  hat  nur  2"'
Breite.  Die  Epiphysen  von  Wirbeln  sind  6 1 / 2 '-"  breit,  die  Dornfortsätze ­
  6"'  breit.  Völlig  abweichend  und  mit  keinem  bekannten  Thiere
übereinstimmend  sind  aber  die  auf  den  mehrsten  Knochen,  namentlich ­
  auf  dem  Schulterblatte,  den  Rippen  und  andern  Trümmern  und
ebenso  zwischen  den  neben  einander  gelagerten  Knochen  liegenden
Bedeckungen  von  einer  continuirlichen  Schicht  mit  sehr  regelmässiger ­
  Liniirung  der  Oberfläche,  welche  sich  mit  gleicher  Regelmässigkeit ­
  an  dein  bedeckenden  Gestein,  d.  h.  an  der  Gegenplatte  abgedruckt ­
  hat.  Diese  parallelen  Linien,  abwechselnd  erhaben  und  vertieft, ­
  gehen  ohne  Unterbrechung  fort,  ohne  sich  an  die  Grenzen  der
Knochen  zu  kehren,  über  die  Knochen  und  ihre  Zwischenräume  weg,
confundiren  sich  nur  selten  und  werden  nur  selten  wellig.  Die  Linien
stehen  sehr  dicht,  so  dass  auf  V"  gegen  10—15  erhabene  Linien
und  eben  so  viel  Furchen  kommen.
Die  liniirte  Schicht  ist  äusserst  dünn,  nämlich  gegen  y 40 "'  dick,
von  hellerer  Farbe,  dicht  darunter,  den  Knochen’näher,  liegt  aber
            
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