Über einige Bitterstoffe.
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Auf diese Weise würde das Äsculin in nahe Übereinstimmung
mit dem von Kawalier in unserem Laboratorium untersuchten Arbutin
aus Arctostaphylos uva ursi gebracht werden.
Bei 100° C. getrocknetes Arbutin = C S2 H 22 0i 9 . Es zerfällt
durch Emulsin in C 20 H i0 0 7 und C 12 H ik 0 lt unter Aufnahme von
Arctuvin Traubenzucker
2 Äq. Wasser.
Das Arctuvin C 20 H i0 0-, unterschiede sich von dem Äsculetin
=C 20 // 7 0„ durch 3H die es mehr, und 20 die es weniger
enthielte als das Äsculetin nach dieser Formel. Das Äsculetin könnte
als ein dem Terpentinöl analoger Körper angesehen werden in dem
9 Äq. Wasserstoff durch ebensoviele Äquivalente Sauerstoff ersetzt
wären.
H, 0 a = C 2 „ H u — 9H+ 90.
Äsculetin.
Die Formel C 30 Hi O a verlangt aber einen Kohlen und Wasserstoffgehalt
der mit den Analysen des Äsculetin nicht wohl stimmt
Berechnet.
C 20 — 60,30
H 7 — 3,52
O 9 — 36,18
100,00
Es wurden aber 60,51 — 60,73 — 60,78 pCt. Kohle und
3,62 — 3,51 — 3,47 pCt. Wasserstoff gefunden, also mehr Kohlenstoff
und weniger Wasserstoff als der Formel entspricht.
Dies hat uns veranlasst, die Formel von T r o mms do r ff durch
eine andere zu ersetzen, mit der auch die, durch Spaltung des Äsculin
hervorgehende Menge von Äsculetin und Zucker besser übereinstimmt.
Die Einwirkung des Emulsin auf das Äsculin und einige andere
Punkte werden in einer nächstfolgenden Publication erörtert werden.
II. FRAXININ.
In der Rinde von Fraxinus excelsior entdeckte Keller eine
krystallinische Substanz, die er für ein Alkaloid hielt. Büchner
legte dieser Substanz den Namen Fraxinin bei. Man erhielt diese
Substanz durch Auskochen der Rinde mit Wasser, Fällen des Decoctes
mit Bleiessig, Filtriren, Entfernen des Bleies durch Schwefelwasserstoff,
Abfdtriren vom Schwefelblei und Verdunsten der Flüssigkeit,