74 Roclilciler und Schwarz.
Wir lassen liier die Analysen des Äsculin folgen. Das Äsculetin
war bei 100° C. getrocknet.
I. 0,3315 Substanz gaben 0,7385 003 und 0,105 Wasser.
II. 0,3670 „ „ 0,818 C0 2 „ 0,118
III. 0,4255 „ „ 0,944 C0 3 „ 0,139
Dies entspricht folgender procentischer Zusammensetzung:
Berechnet. Gefunden.
I. II. III.
18 Äq. Kohlenstoff = 108 — 60,67 — 60,75 — 60,78 - 60,51
6 „ Wasserstoff = 6 — 3,37 — 3,51 — 3,47 — 3,62
8 „ Sauerstoff = 64 — 35,96 — 35,74 — 35,75 — 35,87
Atomgewicht 178 —100,00 —100.00 —100,00 —100,00
Nach mehreren vergeblichen Versuchen, eine Verbindung des
Äsculetin mit verschiedenen Metalloxyden hervorzubringen, mussten
wir hei den Verbindungen des Äsculetin mit Bleioxyd stehen bleiben.
Wird eine siedende, wässerige Lösung von Äsculetin mit einer
Bleizuckerlösung vermischt, so entsteht ein voluminöser Niederschlag
von eitrongelber Farbe, gelatinös wie Thonerdehydrat. Er wurde mit
siedendem Wasser gewaschen. Während dem Trocknen bei 100° C.
schrumpft er sehr zusammen und hat ein dem Gummigutt täuschend
ähnliches Ansehen. Gepulvert gleicht er dem chromsauren Bleioxyd.
Es zeigt folgende Zusammensetzung:
0,715 Substanz gaben 0,733 C0 2 und 0,1405 Wasser.
0,2655 „ „ 0,131 Bleioxyd.
Berechnet. Gefunden.
108 Ätf. Kohlenstoff = 648,000 — l^liT—-'~2'L95~'
48 „ Wasserstoff = 48,000 — 2,08 — 2,17
60 „ Sauerstoff = 480,000 — 20,81 — 20,54
11 „ Bleioxyd = 1129,118 — 48,99 — 49,34
Atomgewicht = 2305,118 -—100,00 —100,00
Cl„. #4s O 00 + 11 PbO = 6[C1 8 H s O 10 ] + 1 iPbO.
Höchst wahrscheinlich war das Salz ursprünglich nach der Formel
C,s H s O 10 + 2PbO zusammengesetzt und hat durch das Auswaschen
eine beginnende Zersetzung erlitten. Man kann die obige Formel als
einem so entstandenen Gemenge zweier Bleisalze angehörig betrachten
und schreiben:
5 [ds H & 0,0 + 2PbO] + [ds Hs 010 , PbO].