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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

über  die  krystallographische  Preisangabe.

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sich  in  der  Natur  finden  und  in  chemischen  Laboratorien  stets  zur
Hand  sind,  eingereiht.  Die  nicht  zu  den  eigentlichen  Mineralien
gehörigen  Producte  chemischer  Laboratorien  sind  zur  Zeit  nicht  sehr
zahlreich  bestimmt;  kaum  dürfte  ihre  Zahl,  nach  einer  beiläufigen
Vergleichung  von  Gmelin’s  Handbuch  der  Chemie,  200  übersteigen.
Durch  Haidingers  krystallographische  Arbeiten  allein  sind
70  vollständig  und  11  aus  Abgang  geeigneter  Flächen  unvollständig
bestimmte  Species  in  die  mineralogischen  Handbücher  übergegangen;
manche  davon  wegen  gleichzeitigen  Bestimmungen  anderer  Forscher
nicht  allgemein  angenommen  oder  ausser  Gebrauch  gekommen,  auch
wohl  durch  besonders  genaue  Messungen,  wie  die  von  Kupffer  am
Quarz  am  Arragon  ...  vorgenommenen,  in  den  Hintergi’und  gestellt
worden;  dieses  sind  Resultate  unermüdeter  Thätigkeit  eines  einzelnen ­
  Mannes  in  einer  ansehnlichen  Reihe  von  Jahren.
Die  grosse  Anzahl  von  neunzig  neuen  Bestimmungen  durch
unseren  Preiswerber,  wenn  auch  davon  acht  unvollständig  sind  und
sieben  sich  auf  Substanzen  beziehen,  deren  Formen  schon  nahe
bestimmt  waren,  bilden  daher  gewiss  einen  sehr  wichtigen  Zuwachs
zu  unserer  Kenntniss  der  krystallinischen  Körper;  fünf  und  siebzig
vollständige  neue  Bestimmungen  ist  wohl  die  ansehnlichste  Zahl,
die  überhaupt  auf  einmal  dargeboten  wurde.  Die  Beurtheilungs-Commission
  erkennt  daher  die  eingesandte  Arbeit  des  Preises  würdig
und  trägt  auf  die  Ertheilung  desselben  bei  der  kais.  Akademie  der
Wissenschaften  an
Mit  dieser  Preiszuerkennung  spricht  die  Commission  zugleich
den  Wunsch  aus,  der  Herr  Verfasser  möge  noch  Einiges  und  das
Andere  über  Geschichte  der  untersuchten  Substanzen,  die  Quellen,
durch  welche  sie  ihm  zugeführt  wurden  und  sonstige  Angaben,  welche
vielleicht  wegen  persönlichen  Beziehungen  in  einer  anonym  eingesandten ­
  Schrift  wegbleiben  mussten,  zu  deren  Auslassung  jedoch
der  Grund  sofort  nicht  mehr  vorhanden  ist,  heibringen,  und  dadurch
die  Preisschrift  in  jene  Form  bringen,  in  welcher  sie,  sei  es  durch
die  kais.  Akademie,  sei  es  auf  andere  dem  Verfasser  gefällige  Weise
dem  wissenschaftlichen  Publicum  übergeben  werden  kann.
In  Folge  dieses  Berichtes  wurde  in  der  Sitzung  der  mathematischnaturwissenschaftlichen ­
  Classeam24.  Maid.  J.  einstimmig  beschlossen
die  erwähnte  Abhandlung  als  des  Preises  würdig  zu  erklären,  und
            
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