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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Zippe.  Bericht

in  Bezug  auf  Strahlenbrechung  vollständig  kennen;  dass  das  letztere
aber  schon  im  orthotypen  Systeme  nur  bei  wenigen  Species  der  Fall
ist,  wo  die  drei  Grenzwerthe  senkrecht  auf  die  drei  Elasticitäts-Axen
bekannt  sind:  dem  Anhydrit,  Salpeter,  weissen  Topas,  Arragon  und
Schwerspath  nach  den  Bestimmungen  von  Miller,  Budberg  und
Heusser;  dass  aber  erst  ein  Versuch  gemacht  wurde,  und  zwar
von  A.  J.  Angström,  die  drei  Grenz  Exponenten  bei  einer  einzigen
hemiorthotypen  Species,  dem  Gypse  zu  bestimmen.  Wer  sich  daher
vornimmt,  viele  physikalische  Constanten  zugleich  mit  den  krystallographischen
  zu  bestimmen,  wird  seine  Arbeit  vor  der  Hand  wohl  nur
auf  einige  wenige  Krystalle  beschränken  müssen.
Um  nun  den  Zuwachs  an  Kenntniss  der  Gestalten  krystallisirter
Substanzen,  welcher  durch  die  eingelangte  Arbeit  dargeboten  wird,
noch  näher  würdigen  zu  können,  möge  er  nach  dem  Verhältnisse  des
früher  Bekannten  betrachtet  werden.
Die  erste  Auflage  der  Charakteristik  des  naturhistorischen
Mineral-Systemes  von  Mohs,  Dresden  1820,  enthält  im  Ganzen  220
als  Species  aufgeführte  Mineralien,  185  im  System,  43  im  Anhänge.
Davon  sind  24  amorph,  110  in  Beziehung  auf  Grundgestalt  unbekannt
oder  unvollständig  bestimmt  und  nur  94  sind  als  vollständig  bestimmt
angegeben.  Wollastons  Goniometer  und  dessen  Bestimmung  des
Kalkspath-Rhomboeders  zu  105°5'  hatte  die  Bahn  gebrochen;  mehrere
Werthe  wurden  gegenüber  den  früheren  Angaben  Haüy’s  nach
Messungen  mit  dem  Anlege-Goniometer  hauptsächlich  durch  II  a  id  i  ngers
  Messungen  mit  dem  Reflexionsgoniometer  neu  begründet.
Bis  zum  Jahre  1839,  in  welchem  die  Physiographie  des  Mineralreiches ­
  als  2.  Theil  von  Mobs’  Anfangsgründen  der  Mineralogie
erschien,  hatte  sich,  vornehmlich  durch  die  zahlreichen  Untersuchungen
von  11  aidinger,  Naumann,  Gustav  Rose,  Kupffer,  Phillips,
Breithaupt  und  anderen  Krystallographen  die  Anzahl  der  im  Mineralsysteme ­
  und  dem  Anhänge  zu  denselben  als  vollständig  bestimmt
eingereihter  krystallisirter  Mineralspecies  bis  auf  234  vermehrt.
In  llaidingers  „Handbuche  der  bestimmenden  Mineralogie,
Wien  1845,”  sind  101  amorphe,  398  krystallisirte  Mineralspecies  mit
unbekannten  oder  unvollständig  bestimmten  Grundgestalten  und  310
vollständig  bestimmte  Species  verzeichnet.  In  den  25  Jahren  von
1820  bis  1845  zeigt  sich  also  ein  Zuwachs  von  216  neuen  Bestimmungen. ­
  Unter  dieser  Zahl  sind  bereits  manche  Salze;  Körper,  die
            
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