über die krystallographische Preisaulgabe.
759
welche au ihren Krystallen die zur vollständigen Bestimmung notliwendigen
Flächen nicht dargeboten haben. Mit Ausnahme von 7 Substanzen,
über welche bereits krystallographische Angaben vorhanden
waren, welche hier jedoch theils durch neue Messungen berichtigt,
theils durch neue interessante Gestalten vervollständigt wurden, sind
alle übrigen 83 solche, über deren krystallographische Verhältnisse
bisher nichts bekannt war.
Die sehr genauen Messungen, mit einem nach Mitseh erlich’s
Angabe eingerichteten Reflexionsgoniometer lassen für wissenschaftliche
Begründung der Bestimmungen nichts zu wünschen übrig.
Die Zeichnungen sind nach der besten Projections-Methode genau
und richtig ausgeführt.
Der Inhalt der Arbeit entspricht also in dieser Richtung vollkommen
der gestellten Aufgabe.
Es heisst ferner in dem Programme: „Besonderer Werth wird
darauf gelegt, dass unter den untersuchten Substanzen sich solche
befinden, die einer Reihe homologer Verbindungen aus dem Gebiete
der organischen Chemie angehören. Diesem Wunsche wurde durch
die eingeschickte Arbeit ebenfalls in hohem Grade entsprochen, da 71
der untersuchten Körper diesem Gebiete, und darunter mehrere
bestimmten Reihen angehören, wie die Aethyl- und Methyl- schwefelsauren,
essigsauren, valeriansauren, weinsauren, benzoesauren, Oxalsäuren
Salze, ferner die Alaune, in welchen das Oxyd mit 1 Äquivalent
Sauerstoff durch ein Oxyd aus der Ammoniumreihe ersetzt ist.
Optische Eigenschaften sind nur bei einer geringen Zahl berücksichtigt,
indess sind diese, eben so wie die Bestimmungen von Dichten und
Schmelzpunkten, über welche keine Angaben vorliegen, nur als wünsehenswerth,
nicht aber als nothwendig bezeichnet worden. Wer mit
den Schwierigkeiten krystallographischer Untersuchungen vertraut ist,
der wird es begreiflich finden, dass bei einer so bedeutenden Anzahl
von Körpern Bestimmungen der genannten Verhältnisse gleichzeitig
nicht wohl stattfinden können, da zu solchen, abgesehen von dem beträchtlichen
Zeitaufwande, den jede einzelne dieser Untersuchungen
erfordert, auch noch besondere Instrumente und Apparate nöthig sind,
welche nicht allenthalben in der erforderlichen Vollkommenheit zu
haben sein dürften. Es möge hier erwähnt werden, dass wir zwar von
mehreren einaxigen durchsichtigen Krystallen den ordinären und den
Grenzwerth des extraordinärenBrechungs-Exponenten, also dieselben