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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

über  die  krystallographische  Preisaulgabe.

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welche  au  ihren  Krystallen  die  zur  vollständigen  Bestimmung  notliwendigen
  Flächen  nicht  dargeboten  haben.  Mit  Ausnahme  von  7  Substanzen, ­
  über  welche  bereits  krystallographische  Angaben  vorhanden
waren,  welche  hier  jedoch  theils  durch  neue  Messungen  berichtigt,
theils  durch  neue  interessante  Gestalten  vervollständigt  wurden,  sind
alle  übrigen  83  solche,  über  deren  krystallographische  Verhältnisse
bisher  nichts  bekannt  war.
Die  sehr  genauen  Messungen,  mit  einem  nach  Mitseh  erlich’s
Angabe  eingerichteten  Reflexionsgoniometer  lassen  für  wissenschaftliche ­
  Begründung  der  Bestimmungen  nichts  zu  wünschen  übrig.
Die  Zeichnungen  sind  nach  der  besten  Projections-Methode  genau
und  richtig  ausgeführt.
Der  Inhalt  der  Arbeit  entspricht  also  in  dieser  Richtung  vollkommen ­
  der  gestellten  Aufgabe.
Es  heisst  ferner  in  dem  Programme:  „Besonderer  Werth  wird
darauf  gelegt,  dass  unter  den  untersuchten  Substanzen  sich  solche
befinden,  die  einer  Reihe  homologer  Verbindungen  aus  dem  Gebiete
der  organischen  Chemie  angehören.  Diesem  Wunsche  wurde  durch
die  eingeschickte  Arbeit  ebenfalls  in  hohem  Grade  entsprochen,  da  71
der  untersuchten  Körper  diesem  Gebiete,  und  darunter  mehrere
bestimmten  Reihen  angehören,  wie  die  Aethyl-  und  Methyl-  schwefelsauren, ­
  essigsauren,  valeriansauren,  weinsauren,  benzoesauren,  Oxalsäuren ­
  Salze,  ferner  die  Alaune,  in  welchen  das  Oxyd  mit  1  Äquivalent ­
  Sauerstoff  durch  ein  Oxyd  aus  der  Ammoniumreihe  ersetzt  ist.
Optische  Eigenschaften  sind  nur  bei  einer  geringen  Zahl  berücksichtigt,
indess  sind  diese,  eben  so  wie  die  Bestimmungen  von  Dichten  und
Schmelzpunkten,  über  welche  keine  Angaben  vorliegen,  nur  als  wünsehenswerth,
  nicht  aber  als  nothwendig  bezeichnet  worden.  Wer  mit
den  Schwierigkeiten  krystallographischer  Untersuchungen  vertraut  ist,
der  wird  es  begreiflich  finden,  dass  bei  einer  so  bedeutenden  Anzahl
von  Körpern  Bestimmungen  der  genannten  Verhältnisse  gleichzeitig
nicht  wohl  stattfinden  können,  da  zu  solchen,  abgesehen  von  dem  beträchtlichen ­
  Zeitaufwande,  den  jede  einzelne  dieser  Untersuchungen
erfordert,  auch  noch  besondere  Instrumente  und  Apparate  nöthig  sind,
welche  nicht  allenthalben  in  der  erforderlichen  Vollkommenheit  zu
haben  sein  dürften.  Es  möge  hier  erwähnt  werden,  dass  wir  zwar  von
mehreren  einaxigen  durchsichtigen  Krystallen  den  ordinären  und  den
Grenzwerth  des  extraordinärenBrechungs-Exponenten,  also  dieselben
            
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