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Zippe. Bericht
hältnisse mit denen der chemischen Zusammensetzung. Es scheint,
dass die Naturgesetze, welche diesen Verhältnissen in einer Weise
zu Grunde liegen, nach welcher sie als wechselseitig von einander,
abhängig betrachtet werden können, nur aus der Kenntniss
einer sehr grossen Anzahl krystallisirter Substanzen sich werden
folgern lassen. Die überwiegende Mehrzahl der in beiden Richtungen,
der chemischen und morphologischen, bekannten krystallinischeri
Substanzen gehört zu den unmittelbar in der Natur vorkommenden;
es sind die Mineralien nach der engeren Bedeutung
des Wortes. Aus der Kenntniss der krystallographischen und chemischen
Verhältnisse dieser Körper haben sich bisher die Verhältnisse
von Isomorphismus und Dimorphismus mancher Substanzen ergehen;
sie sind als Theile eines in allseitiger Richtung noch nicht bekannten
Naturgesetzes, welches im Zusammenhänge von Gestalt und
chemischer Zusammensetzung waltet, zu betrachten. Von den krystallisirten
Producten chemischer Laboratorien, welche der Zahl
nach die krystallisirten Substanzen des Mineralreichs weit übertreffen
dürften, ist nach ihren Gestaltungsverhältnissen nur eine Verhältnisse
mässig geringe Anzahl bisher untersucht worden. Es ist mit Grund zu
erwarten, dass durch eine umfassendere Kenntniss dieser Körper,
deren Bildung durch Zusammensetzung in unserer Macht steht, sich
noch Wichtiges im Gebiete dieses Gesetzes werde folgern lassen, da
das bisher Bekannte sich hauptsächlich bei Substanzen ergeben hat,
deren chemische Zusammensetzung nur durch ihre Zerstörung erkannt
wird.
Obwohl, wie der Akademie bereits bekannt ist, nur Eine Beantwortung
der gestellten Preisfrage eingesandt wurde, so ergab sich hei
Durchsicht und Prüfung derselben dennoch das erfreuliche Resultat,
dass der vorbemerkte Hauptzweck in hohem Masse erreicht wurde.
Es wurde in der Preisaufgabe zur Bedingung gemacht, dass
mindestens 25 verschiedene Verbindungen, deren Krystallgestalten
entweder noch unbekannt oder bisher falsch angegeben sind, krystallographisch
untersucht werden sollten. Die Angaben müssen ferner die
wissenschaftliche Begründung der Bestimmung enthalten und durch
möglichst genaue und richtig ausgeführte Zeichnungen erläutert sein.
Die eingeschickte Arbeit umfasst 90 Substanzen, nämlich die
vollständige krystallograpliische Bestimmung von 82 Verbindungen
und die nach einer Richtung noch unvollständige von 8 anderen,