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Uchatius. Praktische Methode zur
Um weiteres hat man sich vorläufig nicht zu kümmern, da die
genaue Bestimmung seiner Normaltemperatur an dem Orte der Untersuchung
selbst und mit dem dort vorhandenen Brunnenwasser geschehen
muss.
Wäre der Schwimmer doch zu leicht, so dass er noch bei 16°
Temperatur aus der Normallösung hervorragt, so darf man nur eine
Stelle seines Röhrchens in der Spitze einer kleinen Weingeistflamme
erweichen. Das oben erwähnte Erwärmen des ganzen Schwimmers
vor dem Zuschmelzen verursachte, dass derselbe nun mit verdünnter
Luft gefüllt ist, und die erweichte Stelle des Röhrchens durch den
äusseren Luftdruck eingebogen, das Volumen des Schwimmers hierdurch
verkleinert, und folglich dessen Dichte vergrössert wird.
Wäre der Schwimmer zu schwer, so dass er selbst bei 14° R.
in der Normallösung noch zu Boden fällt, so müsste die zugeschmolzene
Spitze wieder geöffnet und das anfängliche Verfahren wiederholt
werden.
Die Auffindung der Normaltemperatur.
Für jeden Schwimmer und für jede auf einmal geschöpfte Quantität
Brunnenwasser muss die Normaltemperatur an dem Untersuchungsorte
selbst bestimmt werden.
Man bereitet sich durch Auflösen von 13 Grammen trockenen
reinen Salpeters in 200 Grammen des Wasservorrathes auf oben
angegebene Weise eine Normallösung, senkt ein viertelgradiges Thermometer
und den Schwimmer ein, und sucht durch abwechselndes
Erwärmen und Erkalten der Lösung jenen Punkt des Thermometers,
bei welchem der Schwimmer sehr langsam zur Oberfläche emporsteigt.
Man nimmt den Schwimmer heraus, wischt ihn sorgfältig ab, um alle
Luftbläschen zu entfernen, senkt ihn neuerdings ein, und sieht nach, ob
hiedurch keine Veränderung eingetreten sei. Bringt hierauf der Zusatz
von 3 bis 4 Tropfen Wasser ein Niedersinken des Schwimmers hervor,
so ist die abgelesene Temperatur die normale für diesen Schwimmer
und dasselbe Wasser. Ist der Wasservorrath aufgearbeitet,
und muss neues geschöpft werden, so kommt auch die Normaltemperatur
aufs Neue zu bestimmen, wesshalb es vortheilhaft ist, gleich
ein bedeutendes Wasserquantum auf ein Mal in Vorrath zu nehmen.
Die Genauigkeit des Thermometers ist bei dieser Methode ohne
Einfluss, da immer nur ein und derselbe Punkt desselben in Betrachtung
kommt.