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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Uchatius.  Praktische  Methode  zur

Um  weiteres  hat  man  sich  vorläufig  nicht  zu  kümmern,  da  die
genaue  Bestimmung  seiner  Normaltemperatur  an  dem  Orte  der  Untersuchung ­
  selbst  und  mit  dem  dort  vorhandenen  Brunnenwasser  geschehen ­
  muss.
Wäre  der  Schwimmer  doch  zu  leicht,  so  dass  er  noch  bei  16°
Temperatur  aus  der  Normallösung  hervorragt,  so  darf  man  nur  eine
Stelle  seines  Röhrchens  in  der  Spitze  einer  kleinen  Weingeistflamme
erweichen.  Das  oben  erwähnte  Erwärmen  des  ganzen  Schwimmers
vor  dem  Zuschmelzen  verursachte,  dass  derselbe  nun  mit  verdünnter
Luft  gefüllt  ist,  und  die  erweichte  Stelle  des  Röhrchens  durch  den
äusseren  Luftdruck  eingebogen,  das  Volumen  des  Schwimmers  hierdurch ­
  verkleinert,  und  folglich  dessen  Dichte  vergrössert  wird.
Wäre  der  Schwimmer  zu  schwer,  so  dass  er  selbst  bei  14°  R.
in  der  Normallösung  noch  zu  Boden  fällt,  so  müsste  die  zugeschmolzene ­
  Spitze  wieder  geöffnet  und  das  anfängliche  Verfahren  wiederholt ­
  werden.
Die  Auffindung  der  Normaltemperatur.
Für  jeden  Schwimmer  und  für  jede  auf  einmal  geschöpfte  Quantität ­
  Brunnenwasser  muss  die  Normaltemperatur  an  dem  Untersuchungsorte ­
  selbst  bestimmt  werden.
Man  bereitet  sich  durch  Auflösen  von  13  Grammen  trockenen
reinen  Salpeters  in  200  Grammen  des  Wasservorrathes  auf  oben
angegebene  Weise  eine  Normallösung,  senkt  ein  viertelgradiges  Thermometer ­
  und  den  Schwimmer  ein,  und  sucht  durch  abwechselndes
Erwärmen  und  Erkalten  der  Lösung  jenen  Punkt  des  Thermometers,
bei  welchem  der  Schwimmer  sehr  langsam  zur  Oberfläche  emporsteigt.
Man  nimmt  den  Schwimmer  heraus,  wischt  ihn  sorgfältig  ab,  um  alle
Luftbläschen  zu  entfernen,  senkt  ihn  neuerdings  ein,  und  sieht  nach,  ob
hiedurch  keine  Veränderung  eingetreten  sei.  Bringt  hierauf  der  Zusatz
von  3  bis  4  Tropfen  Wasser  ein  Niedersinken  des  Schwimmers  hervor, ­
  so  ist  die  abgelesene  Temperatur  die  normale  für  diesen  Schwimmer ­
  und  dasselbe  Wasser.  Ist  der  Wasservorrath  aufgearbeitet,
und  muss  neues  geschöpft  werden,  so  kommt  auch  die  Normaltemperatur ­
  aufs  Neue  zu  bestimmen,  wesshalb  es  vortheilhaft  ist,  gleich
ein  bedeutendes  Wasserquantum  auf  ein  Mal  in  Vorrath  zu  nehmen.
Die  Genauigkeit  des  Thermometers  ist  bei  dieser  Methode  ohne
Einfluss,  da  immer  nur  ein  und  derselbe  Punkt  desselben  in  Betrachtung ­
  kommt.
            
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