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tJchatius. Praktische Methode zur
gewagten Quantität im Wasserbade, kann aber bei Übernahms-Untersuchungen,
wo es sich bloss darum handelt, wieviel Salpeter in dem
gelieferten Pulver — so wie es ist — enthalten sei, hinwegbleiben.
Jedenfalls kann aber zur Salpeter-Bestimmung von dem in der
Flasche aufbewahrten ungetrockneten Pulver genommen, und wenn
es nöthig ist, der Wassergehalt in Rechnung gebracht werden.
Von jeder Pulversorte werden zweimal 20 Grammen in einem
Porzellanschälchen abgewogen, und mit Hilfe eines Glastrichters und
Haarpinsels in die zur Auflösung bestimmten, mit eingeriebenen Glasstöpseln
versehenen Flaschen von circa 1 Litre Inhalt gebracht. Der
Zusatz einer hinlänglichen Quantität Bleischrotte dient zum Zerkleinern
der Pulverkörner beim Schütteln, und fördert hiedurch sehr
die vollkommene Lösung des Salpeters.
Das Wasser ist von ein und demselben Brunnen zu nehmen,
und zwar ist immer eine grössere Quantität desselben auf ein Mal zu
schöpfen und in verschlossenen Flaschen in demselben Lokale aufzubewahren,
wo die Untersuchung vorgenommen wird; da es möglich
ist, dass das Wasser von demselben Brunnen, jedoch zu verschiedenen
Zeiten geschöpft, verschiedene Dichte hat. — Das Abmessen
des Wassers nach dem Volumen macht nothwendig, dass auch auf
seine Temperatur Rücksicht genommen werde; •— sie soll nicht mehr
als 1 oder 2 Grade entfernt von der mittleren Zimmer-Temperatur
14° R. liegen; welches sich bei dem obigen Vorgänge von selbst
ergibt.
Die Form der Pipette, wfelche, wenn sie bis zu dem Striche a
vollgesaugt ist, 200 Grammen Wasser fasst, ist in Fig, I der Tafel
zu ersehen. Man bringt dieses Volumen Wasser, indem man die
obere Öffnung der Pipette mit dem befeuchteten Zeigefinger zuhält,
ohne Verlust auf das Pulver in den Auflöse-Flaschen, verstopft dieselben
gut, und schüttelt sie durch 8 Minuten. — Gut ist es, wenn
10 bis 12 Flaschen zu Gebote stehen, welche gleich wie sie leer
werden, immer wieder mit Pulver und Wasser beschickt werden, wo
dann das Pulver mehrere Stunden lang mit dem Wasser in Berührung
bleibt, ehe abfiltrirt wird. Um Irrungen vorzubeugen, ist es rathsam
auf jede Flasche einen Zettel aufzukleben, auf welchem die Nummer
der eingefüllten Pulvergattung jedesmal verzeichnet ist.
Kurz vor der Salpeterbestimmung wird die Lösung auf ein Filter
aus grauem Löschpapier ausgeleert, so das nur die Bleisehrotte