aus den Siebenbürger Golderzen zu gewinnen. 747
ringert. Dieser Verlust kann nur beim Schmelzen und Abtreiben entstanden
sein, nachdem der Goldgehalt des Schwefelsäuren Bleies, wie
durch die Probe nachgewiesen worden ist, sich so angereichert hatte,
dass eigentlich ein Verlust unter den gegebenen Bedingungen, nicht
hätte entstehen können.
Es scheint überhaupt angemessener die Gewinnung des Goldes
aus dem schwefelsauren Blei durch reducirendes Schmelzen und
Abtreiben auf dem Herde, hier nicht vornehmen zu lassen, sondern
dieselbe der Hüttenmanipulation wieder zuzuweisen, wodurch alle
die Hindernisse mit einem Male behoben sein würden, welche sich
unter den bestehenden Verhältnissen als notliwendige Folge ergeben
müssen. Die eigentliche Aufgabe des Laboratoriums des k. k. General-Probiramtes
soll die Darstellung des Tellurs sein; diese wurde
durch die gegenwärtigen Versuche angestrebt, insbesondere um eine
Methode damit zu verbinden, durch welche das Gold auf eine sichere
Weise gewonnen werden könnte, und die bedeutenden Verluste vermieden
würden, welche sieh beim Verschmelzen der reichen Tellurerze
zu Zalathna ergeben.
Das hohe k. k. Finanzministerium hat diesen Gegenstand, welcher
zugleich eine wissenschaftliche und eine technische Seite berührt,
wiederholt seiner Aufmerksamkeit gewürdigt, und es ist mit
dem vollsten Vertrauen vorauszusehen, dass es demselben auch ferner
alle jene Unterstützung angedeihen lassen werde, welche derselbe
als ein mit dem heimatlichen Boden verbundener Gegenstand
wohl beanspruchen darf.
Sclilüsslich muss ich der freundlichen Unterstützung gedenken,
welche mir bei gegenwärtigen Versuchen sowohl von dem Vorstande
der k. k. Hauptmünze, Herrn Begierungsrathe H a s s e n b a u e r,
den Beamten der Goldscheideanstalt, v. Sedelmayr undFichtner,
insbesondere aber von dem zweiten Adjuncten des k. k. General-Probiramtes,
Herrn Franz Hillebrand, zu Theil geworden ist.
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Sitzli. <1. matliem.-natunv. CI. X. Bd. V. Hit.
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