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Löwe. Versuche um das Tellur im Grossen
Verbrennen des Öles ein Regulus am Boden des .Tiegels sich
sammelte.
Die Menge des auf die angegebene Weise dargestellten Rohtellurs
beträgt im Ganzen über 4 Pfund, woran nur der kleinste Theil
als Pulver zurückbehalten wurde, die dem hohen k. k. Finanzministerium
zur Verfügung gestellt werden sollen. Eine andere Partie
Tellur von beinahe 10 Loth ist noch besonders durch schweflige
Säure gefällt und geschmolzen worden; das äussere Ansehen schon
lässt die reinere Beschaffenheit dieses Tellurs vermuthen.
Von dem durch schweflige Säure gefällten Tellur wurde eine
kleine Partie in einer Porzellanröhre in einer Atmosphäre von Wasserstoffgas
destillirt. Das Tellur wurde zu diesem Ende theils in
geschmolzenem, theils in gepresstem Zustande in ein Porzellanschiffchen
gefüllt und dieses in eine Meissner Porzellanröhre geschoben,
deren eines Ende mit einem Apparate zur Entwickelung von
trockenem Wasserstoffgase verbunden, an dem anderen Ende aber
ein gekrümmtes Glasrohr angesteckt war. Die Porzellanröhre lag in
einem französischen Röhrenofen, gegen vorne etwas geneigt; die
Temperatur wurde allmählich bis zum Rothglühen der Röhre gesteigert,
und gleichzeitig Wasserstoffgas durchgeleitet. Es setzte sich
anfangs in der Glasröhre etwas Wasser, dann ein graues Sublimat
ab, endlich entwickelte sich ein dem Schwefelwasserstoff ähnlicher
Geruch, welcher aber hier dem Tellurwasserstoff zuzuschreiben war,
angezündet mit einer blaulichweissenFlamme verbrannte, und hierbei
sowohl in der Glasröhre als auf einer kalten Porzellanfläche einen
grauen Metallspiegel absetzte. Beim Öffnen der Porzellanröhre befand
sich das Tellur geschmolzen im untersten Theile der Röhre;
auf dem Schiffchen war ein theils grauer, theils brauner Rückstand
geblieben, das Porzellan war aber von allen Seiten mit einem
metallglänzenden Telluranfluge belegt, welcher fest daran haftete.
Das geschmolzene Tellur besass eine zwischen stahlgrau und zinnweiss
liegende Farbe mit Metallglanz und krystailinischem Gefüge;
auf der Oberlläehe waren, wie bei dem Antimon, feine stralilige
Zeichnungen bemerkbar. Das specifische Gewicht desselben fand ich
zu 6-180. Diese Reinigungsmethode des Tellurs wurde einigemal
wiederholt und gelang auch immer mit Beobachtung der Vorsicht,
den Gasstrom anfangs sehr zu moderiren und denselben überhaupt
erst dann auf das Tellur einwirken zu lassen, nachdem die Tempe-