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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

aus  den  Siebenbürgen  Golderzen  zu  gewinnen.

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niedergeschlagen  werden  würden,  welche  durch  Zink  fällbar  sind,  sie
mögen  sich  nun  mit  dem  Tellur  zugleich  in  der  Auflösung  befinden, ­
  oder  von  dem  angewandten  ordinären  Zinke  herstammen,
da  destillirtes  Zink  für  diesen  Zweck  zu  theuer  gekommen  wäre.
Durch  eine  qualitative  analytische  Untersuchung  hat  sich  auch  ergehen, ­
  dass  solches  Tellur,  Antimon,  Arsenik,  etwas  Kupfer  und  eine
bedeutende  Menge  Blei  enthält,  erstere  von  den  Erzen,  letzteres  vom
Zinke  herrührend.  Es  kann  demnach  das  so  gefällte  Tellur  nur
als  einHalbproduct  betrachtet  werden,  das  mit  dem  Namen  Rohtellur
zu  belegen  wäre.  Alle  dem  Rohtellur  anhängenden  Verunreinigungen
von  fremden  Körpern  würden  sich  durch  Anwendung  der  schwefligen
Säure  zur  Fällung  vermeiden  und  ein  Product  erzielen  lassen,
welches  zur  vollkommensten  Reinigung  nur  der  Destillation  bedürfen
würde.
Es  soll  daher  auch  bei  nächster  Veranlassung  zur  Aufarbeitung
von  Tellurerzen  im  Grossen,  die  schweflige  Säure,  aus  Holzkohle
und  Schwefelsäure  entwickelt,  zur  Fällung  des  Tellurs  angewandt
werden,  vielleicht  wie  schon  erwähnt  wurde,  mit  Benützung  der  durch
Kochen  des  Erzes  mit  Schwefelsäure  sich  entwickelnden  schwefligen ­
  Säure,  auf  directe  oder  indirecte  Weise.
Das  bei  diesen  Versuchen  gewonnene  Rohtellur  wurde  grösstentheils
  eingeschmolzen  und  zwar  theils  in  gläsernen  Retorten,
theils  in  thönernen  Schmelztiegeln.  Ersteres  Verfahren  war  vortheilhafter
  und  lieferte  reineres  Product.  Das  Schmelzen  würde  aber,  wie
oben  erwähnt  wurde,  viel  zweckmässiger  ganz  hinwegfallen,  wenn  das
Tellur  nur  in  Pulverform  allein  zu  bekommen  wäre.  Das  geschmolzene ­
  Rohtellur  erhielt  öfters  bei  langsamer  Abkühlung  unter  einer
Schlackendecke  eine  krystallinisch-strahlige  Oberfläche,  wie  dies
beim  Antimon  der  Fall  ist;  der  Bruch  war  meistens  mehr  körnig  als
strahlig,  besonders  wenn  die  Abkühlung  schnell  erfolgte;  zugleich
fand  meistens  ein  Zusammenziehen  der  geschmolzenen  Masse  Statt
und  zwar  war  dies  bei  reinerem  z.  B.  durch  schweflige  Säure  gefällten ­
  Tellur  noch  auffallender,  als  beim  Rohtellur.
Die  heim  Einschmelzen  von  Rohtellur  auf  seiner  Oberfläche  sich
bildende  Schlacke,  durch  Oxydation  des  schmelzenden  Rohtellurs
entstanden,  konnte  leicht  reducirt  werden,  indem  dieselbe  vom
Regulus  abgeschlagen,  gepulvert  und  mit  Baumöl  zu  einem  steifen
Teige  angemacht,  in  einem  Thontiegel  geglüht  wurde,  wobei  unter
            
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