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Löwe. Versuche um das Tellur im Grossen
Tiegel nicht aus, bekamen Risse und die geschmolzene Masse floss
durch den Rost.
Graphittiegel wurden von dem Schmelzzusatz sehr stark angegriffen,
die Schlacke wurde zähe und schloss reducirte Melalltheile in
sich, so dass die Mischung geändert werden musste, wonach als das
geeignetste Verhältniss sich ergab, auf 1 Theil des Bodensatzes die
gleiche Quantität Glätte und 3 / 4 Tlieile einer Mischung von gleichen
Theilen kohlensaurem Kali mit Natron, Kreide und Kohle zu nehmen,
wodurch das Einschmelzen ohne Anstand vor sich ging, und zwar in
graphitnen Tiegeln. Der Zusatz von Bleiglätte erwies sich zur Aufsammlung
des Goldes bei dem reducirenden Schmelzen, als besonders
vortheilhaft.
Die so erhaltenen Bleikönige wurden nun zur Gewinnung des
Goldes daraus, durch Abtreiben auf dem Teste, der bei hiesiger
k.k. Hauptmünze befindlichen Anstalt zur Aufarbeitung von Gold- und
Silbergekrätz übergeben. Diese Manipulation verursachte die meisten
Verluste, indem die Teste öfters Risse bekamen, wodurch Nacharbeiten
verursacht wurden, welche ohne solche Zufälligkeiten ganz
hinwegfallen würden.
Zu 6. Das Fällen des Tellurs aus seiner Auflösung geschah, wie
schon erwähnt wurde, durch Zink, und diese Methode wurde desshalb
gewählt, weil diejenige durch schweflige Säure, welche anerkannt
die vorzüglichste ist, für so grosse Mengen Flüssigkeit nicht geeignet,
zu umständlich schien, während die Fällung durch Zink sehr rasch
vollendet wird. Das Tellur setzte sich auf diein verschiedenen Punkten
der Flüssigkeit vertheilten Zinkplatten ab, wurde nach geschehener
Fällung mittelst Pinsel von den Platten abgestreift, mit heissem
Wasser gewaschen, mit verdünnter Salzsäure digerirt um es von den
etwa noch anhängenden Zinktheilchen zu befreien, und schliesslich
mit warmem Wasser vollends ausgewaschen; das so gesammelte
Tellur wurde in Porzellanschalen bedeckt im Sandbade getrocknet. In <
diesem pulverförmigen Zustande würde sich das Tellur am besten
zum Verkaufe eignen, sowohl wegen der leichteren Theilung nach
den verschiedenen geforderten Quantitäten, als auch wegen des
lockeren Aggregatzustandes, in welchem es zu jedem andern Zwecke,
und namentlich auch zur Reinigung des durch die gegenwärtigen
Versuche erzielten Productes sich eignen würde; denn es war vorauszusehen,
dass mit dem Tellur zugleich auch alle jene Metalle