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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Löwe.  Versuche  um  das  Tellur  im  Grossen

Tiegel  nicht  aus,  bekamen  Risse  und  die  geschmolzene  Masse  floss
durch  den  Rost.
Graphittiegel  wurden  von  dem  Schmelzzusatz  sehr  stark  angegriffen, ­
  die  Schlacke  wurde  zähe  und  schloss  reducirte  Melalltheile  in
sich,  so  dass  die  Mischung  geändert  werden  musste,  wonach  als  das
geeignetste  Verhältniss  sich  ergab,  auf  1  Theil  des  Bodensatzes  die
gleiche  Quantität  Glätte  und  3 / 4  Tlieile  einer  Mischung  von  gleichen
Theilen  kohlensaurem  Kali  mit  Natron,  Kreide  und  Kohle  zu  nehmen,
wodurch  das  Einschmelzen  ohne  Anstand  vor  sich  ging,  und  zwar  in
graphitnen  Tiegeln.  Der  Zusatz  von  Bleiglätte  erwies  sich  zur  Aufsammlung ­
  des  Goldes  bei  dem  reducirenden  Schmelzen,  als  besonders ­
  vortheilhaft.
Die  so  erhaltenen  Bleikönige  wurden  nun  zur  Gewinnung  des
Goldes  daraus,  durch  Abtreiben  auf  dem  Teste,  der  bei  hiesiger
k.k.  Hauptmünze  befindlichen  Anstalt  zur  Aufarbeitung  von  Gold-  und
Silbergekrätz  übergeben.  Diese  Manipulation  verursachte  die  meisten
Verluste,  indem  die  Teste  öfters  Risse  bekamen,  wodurch  Nacharbeiten ­
  verursacht  wurden,  welche  ohne  solche  Zufälligkeiten  ganz
hinwegfallen  würden.
Zu  6.  Das  Fällen  des  Tellurs  aus  seiner  Auflösung  geschah,  wie
schon  erwähnt  wurde,  durch  Zink,  und  diese  Methode  wurde  desshalb
gewählt,  weil  diejenige  durch  schweflige  Säure,  welche  anerkannt
die  vorzüglichste  ist,  für  so  grosse  Mengen  Flüssigkeit  nicht  geeignet,
zu  umständlich  schien,  während  die  Fällung  durch  Zink  sehr  rasch
vollendet  wird.  Das  Tellur  setzte  sich  auf  diein  verschiedenen  Punkten
der  Flüssigkeit  vertheilten  Zinkplatten  ab,  wurde  nach  geschehener
Fällung  mittelst  Pinsel  von  den  Platten  abgestreift,  mit  heissem
Wasser  gewaschen,  mit  verdünnter  Salzsäure  digerirt  um  es  von  den
etwa  noch  anhängenden  Zinktheilchen  zu  befreien,  und  schliesslich
mit  warmem  Wasser  vollends  ausgewaschen;  das  so  gesammelte
Tellur  wurde  in  Porzellanschalen  bedeckt  im  Sandbade  getrocknet.  In  <
diesem  pulverförmigen  Zustande  würde  sich  das  Tellur  am  besten
zum  Verkaufe  eignen,  sowohl  wegen  der  leichteren  Theilung  nach
den  verschiedenen  geforderten  Quantitäten,  als  auch  wegen  des
lockeren  Aggregatzustandes,  in  welchem  es  zu  jedem  andern  Zwecke,
und  namentlich  auch  zur  Reinigung  des  durch  die  gegenwärtigen
Versuche  erzielten  Productes  sich  eignen  würde;  denn  es  war  vorauszusehen, ­
  dass  mit  dem  Tellur  zugleich  auch  alle  jene  Metalle
            
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