Über einige noch nicht beschriebene Pseudomorphosen.
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Es ist nicht mehr, wie zu erwarten stand, Magneteisen, sondern
feinkörniger Kupferkies, in dem nur einzelne sehr kleine Partien
einer eisenschwarzen metallischen Substanz — wohl noch erhaltenen
Magneteisens — eingewachsen sind. Auch an der Oberfläche des
pseudomorphen Krystalles nimmt man wahr, dass der Chloritüberzug
hin und wieder von einer sehr dünnen Kupferkieslage bedeckt wird.
Selbst das den Krystall umgebende Muttergestein — der Chloritschiefer
— enthält hie und da kleine unregelmässige Partien von
Kupferkies eingewachsen.
11. Kupferkies nach Blättertellur.
Diese seltene und schöne Pseudomorphose von Nagyag in Siebenbürgen
befindet sich in der Sammlung des Herrn Hofrathes Ritter
von Sacher-Maso ch. Auf einer sandsteinartigen Gangart, die im
obern Tlieile des Handstückes mit zahlreichen Blättchen von Blättertellur
durchwachsen ist, sind nebst kleinen Rhomboedern von Rothbraunsteinerz
zahlreiche drüsig gehäufte, theils unveränderte, theils
umgebildete Krystalle des Tellurerzes aufgewachsen. Sie lassen die
tafelartige Combination: P—oo. P . [P-j-oo] erkennen.
Während an dem einen Ende des Handstückes das Blättertellur
noch ganz frisch und glänzend ist, befinden sich in der Mitte Krystalle,
die der aufgewachsenen Basis zunächst noch aus Blättertellur,
an dem frei emporragenden Theile aber aus Kupferkies bestehen.
An dem entgegengesetzten Ende des Handstückes ist die Verdrängung
des Tellurerzes durch den Kupferkies nicht nur ganz
vollendet, sondern es haben sich auf den pseudomorphen Krystallen
auch noch kleintrauhige Massen des letztem Minerales abgelagert und
die Krystallform theihveise undeutlich gemacht. Zerbricht man eine
Pseudomorphose der Quere nach, so beobachtet man deutlich, dass
sie aus drei Lagen von Kupferkies zusammengesetzt ist, deren zwei
äussere auf P—co senkrecht stehende feine Fasern, die mittlere
hingegen ein feinkörniges Gefüge wahrnehmen lässt.
Es ist hier das Pb, Au, Te, $ des Blättererzes offenbar durch
das Cu a Ä , Pe % iS 4 des Kupferkieses allmählich verdrängt und ersetzt
worden. Das regelmässige Fortschreiten des pseudomorphen
Processes von dem einen Ende des Handstückes zum andern lässt
vermuthen, dass die umbildende Lösung nur von einer Seite her eingedrungen
sei.