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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

aus  den  Siebenbiirger  Golderzen  zu  gewinnen.

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Ein  dritter  Punkt  endlich  betraf  das  Tellur,  das  in  der  ursprünglichen ­
  Auflösung  im  Kessel  als  schwefelsaures  Telluroxyd  sich
befindet,  welches  eine  so  schwache  Verbindung  ist,  dass  wenn  sie
mit  Wasser  zusammengebracht  wird,  sich  zersetzt  und  Telluroxydhydrat ­
  fallen  lässt,  das  somit  beim  Verdünnen  der  im  Kessel  gekochten ­
  Masse  in  dem  Laugenkasten,  mit  dem  Bodensätze  daselbst  sich
vereinigen  und  hei  der  nachfolgenden  Operation  dem  reducirenden
Schmelzen,  verloren  gehen  würde.  Diesen  beiden  nicht  zu  übersehenden ­
  Mängeln  in  der  Manipulation  suchte  man  dadurch  zu  begegnen,
dass  dem  in  dem  Laugenkasten  befindlichen  zur  Verdünnung  bestimmten ­
  Wasser,  eine  entsprechende  Menge  concentrirter  Salzsäuren
im  vorhinein  zugesetzt  wurde,  wodurch  einerseits  alles  in  Auflösung
befindliche  Silber  als  Chlorsilber  gefällt  und  anderseits  das  in  der
löslichen  Modification  ausgeschiedene  Telluroxydhydrat  durch  die
vorhandene  Salzsäure  wieder  aufgelöst,  oder  eine  Ausscheidung
überhaupt  verhindert  wurde.
Der  Gang  der  ganzen  Manipulation  lässt  sich  somit  in  folgende
Operationen  zusammen  fassen.
1.  Ausziehen  der  kohlensauren  Verbindungen  aus  dem  Schliche
durch  verdünnte  Salzsäure.
2.  Kochen  des  so  vorbereiteten  Schliches  mit  concentrirter
Schwefelsäure  in  einem  gusseisernen  Kessel.
3.  Überleeren  der  zersetzten  Masse  aus  dem  Kessel  in  das  im
Bleikasten  mit  Salzsäure  versetzte  Wasser.
4.  Abziehen  der  Flüssigkeit  und  Auswaschen  des  gebildeten
Bodensatzes,  aus  schwefelsaurem  Blei,  metallischem  Gold  und  Quarz
bestehend.
5.  Schmelzen  dieses  Bodensatzes  zu  einem  Bleiregulus  und
Gewinnung  des  Goldes  daraus.
6.  Fällen  des  in  Auflösung  befindlichen  Tellurs  durch  metallisches
Zink,  dann  Auswaschen,  Trocknen,  auch  Schmelzen  des  pulverförmigen ­
  Tellurs  zu  Regulus.
Zu  diesen  einzelnen  Punkten  erlaube  ich  mir  noch  nachfolgende
Erläuterungen  und  Bemerkungen  hinzuzufügen.
Zu  1.  Das  Ausziehen  der  Bergart  aus  dem  Schliche  mit  verdünnter ­
  Salzsäure  wurde  in  grossen  Schalen  von  Steingut  vorgenommen, ­
  und  dadurch  die  Masse  um  nahe  an  30  Percent  des
Gewichtes  verringert.  Bei  einer  sorgfältig  eingerichteten  nassen  Auf-
            
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