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Löwe. Versuche um das l'ellur im Grossen
Kessel bedurfte ausserdem zur Aufarbeitung des ganzen Quantums
Schlich einer unbedeutenden Menge von Brennmaterial.
2. In zwei mit Blei ausgefütterten viereckigen Kästen von
3' Länge, 3' Breite und 1' Tiefe oder 9 Kubikschuhen Rauminhalt,
von denen einer zur Aufnahme des Inhaltes aus dem Kessel und zur
Verdünnung desselben, der andere aber für die vom Bodensätze im
ersten Kasten abzuziehende Flüssigkeit, woraus das Tellur gefällt
werden sollte, bestimmt war. Beide Kästen standen in unmittelbarer
Nähe des Kessels und waren zur Erleichterung in der Manipulation
einer unter den andern gestellt. Dies waren die gesummten Vorrichtungen
bei Abführung der Versuche im Grossen, welche bei Aufarbeitung
einer auch zehnmal grösseren Quantität Erz, nicht geändert
zu werden brauchten.
Das für die Manipulation im Grossen befolgte Verfahren war im
Allgemeinen das in den letzten Versuchen angegebene; nur sollten
eben in Folge derselben einige Erfahrungen benützt und dadurch
einige Änderungen in dasselbe gebracht werden. Hierher gehörte
vor Allem die Entfernung der, in sehr bedeutender Menge in den
Schlichen vorhandenen Gang- oder Bergart von kohlensaurer Kaikund
Talkerde, Eisen- und Manganoxydul, w odurch bei der Einwirkung
der Schwefelsäure auf den Schlich ein bedeutendes Aufbrausen und
Steigen der Masse entsteht, welches nur mit grosser Vorsicht zu gewältigenist,
und wodurch anderseits beim Abkühlen der in dem Kessel enthaltenen
Auflösung so viel Gyps heraus krystallisirt, dass dadurch
alle nachfolgenden Operationen erschwert werden würden. Der
Schlich wurde demnach in dem feingepulverten Zustande mit verdünnter
Salzsäure wiederholt so lange behandelt, bis kein Aufbrausen
mehr wahrnehmbar war. Bei dem einen etwas reicheren Schliche
entwickelte sieb auch etwas Schwefelwasserstoffgas und es bildete
sich auf der Oberfläche des Schliches unter der sauren Flüssigkeit ein
rotlies Sediment, wahrscheinlich Schwefelbasisches Chlorblei. Eine
zw r ei- höchstens dreimalige derartige Behandlung reichte hin, um den
Schlich von den kohlensauren Verbindungen vollständig zu befreien.
Ein zweiter zu berücksichtigender Umstand war das in den
Schlichen enthaltene Silber, welches von dem Golde durch Schwefelsäure
getrennt worden war, und indem es mit dem Tellur sich in
Auflösung befand, mit diesem zugleich durch Zink gefällt worden,
und dadurch verloren gegangen sein würde.