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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Löwe.  Versuche  um  das  Tellur  im  Grossen

aus  welcher  unter  den  erforderlichen  Cautelen  nur  sehr  wenig  Tellur
gefallt  werden  konnte.  Dagegen  dampfte  der  Regulus  sehr  stark  beim
Abtreiben,  was  von  dem  Tellur  herrührte,  das  mit  in  den  Regulus
gegangen  war.  Mit  diesem  Versuche  sollte  ebenfalls  das  Rlei  niedergeschlagen, ­
  das  Tellur  aber  vom  kohlensauren  Kali  aufgenommen,
und  daraus  weiter  gewonnen  werden.  Dies  geschah  nur  zum  geringsten ­
  Theile,  und  die  grosse  Menge  Quarz,  in  dem  Schliche,  trug
zum  Misslingen  dieses  Versuches  viel  bei.
Versuch  4.
Um  das  Tellur  in  oxydirtem  Zustande  mit  einer  Rasis  verbunden
in  die  Schlacke  überzuführen,  wurde  %  Pfund  Erz  in  einem  Graphitdeckel ­
  über  Windofenfeuer  sehr  gelinde  geröstet,  so  lange  nur
Schwefel  dabei  entwich  und  bis  die  Masse  eine  lichtbraune  Farbe
angenommen  hatte.  Diese  wurde  nun  mit  dem  3faclien  Gewichte
Pottasche  gemengt,  und  in  einem  hessischen  Schmelztiegel  eine
halbe  Stunde  lang  einem  massig  starken  Feuer  ausgesetzt.  Der  Tiegel
wurde  dabei  schadhaft  und  ein  Theil  des  Inhaltes  ging  verloren;  der
Regulus  befand  sich  am  unversehrten  Roden  und  wog  s / 4  Lotli.  Die
ausgelaugte  Schlacke  gab  hei  weiterer  Rehandlung  viel  Tellur.  Der
Regulus  hinterliess  beim  Abtreiben  auf  der  Capelle  ein  Goldkorn  von
2‘/ 4  Denar.
Versuch  5.
Zur  Verschlackung  der  bedeutenden  Menge  Quarz  und  Erdarten
in  dem  Schliche,  dann  zur  gleichzeitigen  Aufsammlung  des  Goldes
in  einer  grösseren  Menge  Rlei  wurde  */ 4  Pfund  wie  im  vorigen  Falle
geröstetes  Erz,  mit  dem  doppelten  Gewichte  einer  Mischung  von
gleichen  Theilen  kohlensauren  Kalis  und  kohlensauren  Natrons  nebst
dem  3fachen  Gewichte  entwässertem  Bleizucker  gemengt,  und  in
einem  hessischen  Tiegel  unter  einer  Kochsalzdecke  geschmolzen.
Die  Mischung  kam  leicht  in  Fluss,  es  bildete  sich  ein  Regulus  der
16  Loth  wog  und  eine  lösliche  Schlacke,  welche  ausgelaugt  eine
grössere  Ausbeute  an  Tellur  als  bei  den  vorhergehenden  Versuchen
gab;  so  auch  an  Gold,  nämlich  3 3 / 4  Denär.
Versuch  C.
Auf  gleiche  Weise  wurde  auch  ‘/ 4  Pfund  geröstetes  Erz  mit
dem  doppelten  Gewichte  einer  Mischung  gleicher  Theile  kohlensaures ­
  Kali  und  kohlensaures  Natron  und  dem  3fachen  Gewichte
            
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