aus den Siebenbürger Golderzen zu gewinnen. 733
angegeben, und der dabei eingebaltene Gang in Umrissen beschrieben
wird.
Versuch 1.
Dieser hatte zum Zwecke, das Blei durch metallisches Eisen
von Schwefel und Tellur zu trennen, in ersterem das Gold zu concentriren,
das Tellur aber aus seiner Verbindung mit Eisen weiter zu gewinnen.
Es wurde daher */ 4 Pfund feingepulverter Schlich mit dem
gleichen Gewichte schwarzen Fluss gemengt, Eisenstücke in die
Masse gesteckt, und das Ganze in einen von aussen mit Lehm beschlagenen
eisernen Tiegel gegeben und durch s / 4 Stunden einem
nach und nach verstärkten Windofenfeuer ausgesetzt. Das Gemenge
wurde schwer zum Flusse gebracht, der Tiegel dabei durchgefressen;
am Boden hatte sich ein Regulus vonBlei, Eisen und Gold abgeschieden,
das Tellur befand sich zum Theilin der Schlacke, das Gold
wurde aus dem Regulus theilweise gewonnen. Jedenfalls war der
Verlust an Materiale zu bedeutend, um wenn auch nur annähernd,
eine quantitative Bestimmung der Bestandtheile versuchen zu wollen.
Versuch 2.
Da der frühere Versuch verunglückt war, so wurde die Methode
dahin abgeändert, dass '/ 4 Pfund Erz mit 3 Theilen schwarzen Fluss
gemengt in einen Graphittiegel eingesetzt wurde, und schichtenweise
Eisendrathstücke dazwischen zu liegen kamen. Nach dem Schmelzen
war am Boden des Tiegels kein Regulus vorhanden, aber die Dratlistücke
waren mit Blei überzogen, das durch Hämmern sich davon
trennen Hess und auf der Capelle 1 Denär = i / u Lotli Wien.
Markgewicht Gold lieferte. Die Schlacke war ziemlich löslich in
Wasser und enthielt eine entsprechende Menge Tellur, das sonach
mit dem Eisen in keine directe Verbindung getreten war.
Versuch 3.
% Pfund Schlich wurde mit 3 Theilen Pottasche in einem Graphittiegel
geschmolzen; der Tiegel war stark angegriffen, die Masse
hierdurch sehr zähe geworden.
Am Boden des Tiegels hatte sich ein Bleiregulus von 3 / 4 Loth
gesammelt, welcher beim Abtreiben ein Goldkorn von 2 Denär oder
Vs Lotli gab. Die über dem Regulus befindliche Schlacke war glasartig
geschmolzen, in Wasser nicht löslich; darüber befand sich eine
Schichte einer porösen Masse, welche sich im Wasser löste, und
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