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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Löwe.  Versuche  um  das  Tellur  im  Grossen

Gediegen  Arsenik  u.  s.  w.  Auch  die  hier  zu  den  Versuchen  bestimmten ­
  Schliche  enthielten  mehrere  der  angeführten  Mineralien,  nur  waren ­
  dieselben  im  gepulverten  Zustande  nicht  mehr  zu  unterscheiden;
insbesondere  aber  befand  sich  viel  Quarz,  dann  Kalk  und  Manganspath
  darin.  Eine  qualitative  Untersuchung  bestätigte  diese  Angabe,
und  mit  verdünnter  Salzsäure  konnten  alle  diese  kohlensauren  Verbindungen ­
  weggeschafft,  und  die  Masse  dadurch  bedeutend  vermindert ­
  werden,  bei  der  viel  Quarz  zurückblieb,  und  welche  als  weitere
Bestandtheile  Schwefel,  Tellur,  Blei  und  Gold,  wie  das  Blättererz
enthielt.  Die  quantitative  Analyse  beider  Sehlichsorten,  gab  nachfolgende ­
  Resultate,  wobei  auf  den  Gehalt  an  Schwefel,  Antimon,  und
auf  fremdartige  Beimengungen  keine  Rücksicht  genommen,  sondern
nur  die  Hauptbestandteile  und  der  Quarz  quantitativ  bestimmt
wurden;  der  Verlust  fasst  alle  jene  anderen  Bestandtheile  in  sich.
Es  enthielt  demnach:  der  Kern  —  der  Staub
Blei  31-7  —  31-8
Gold  2-8  —  2-8
Tellur  4-6—  5-0
Unlöslicher  Rückstand
(hauptsächlich  Quarz)  31*1  —  30-8
Verlust  29  •  8  —  29-6
100-0  100-0
Es  ist  aus  beiden  Analysen  ersichtlich,  dass  die  Schliche  selbst
nicht  bedeutend  in  der  Zusammensetzung  abweichen,  was  aus  den
oben  angegebenen  Feinhälten  derselben  sich  voraussetzen  liess.
Ich  gehe  nun  zu  dem  eigentlichen  Gegenstände  dieser  Beschreibung, ­
  zu  den  Versuchen  selbst  über.  Sie  hatten,  wie  schon  erwähnt
wurde,  hauptsächlich  die  Gewinnung  des  Tellurs  im  Grossen  zum
Zwecke;  dabei  sollte  das  Verfahren  ein  solches  sein,  wodurch  Gold
und  Silber  keinen  anderen  als  den  für  derlei  Manipulationen  passirlichen
  Verlust  erleiden  würden.  Die  zu  den  einzelnen  Versuchen  angewandten ­
  Mengen  Schlich  betrugen  durchwegs  nicht  weniger  als
y 4  Pfund  Wien.  Gew.,  nur  nachdem  einmal  die  versuchte  Methode
günstigere  Resultate  lieferte,  wurden  die  Quantitäten  vergrössert,
soweit  der  Vorrath  an  Schlich  ausreichte.  Diese  hier  abgeführten
Versuche  nun  alle  ausführlich  zu  beschreiben,  würde  von  untergeordnetem ­
  Interesse  sein,  und  es  wird  vollkommen  ausreichen,  wenn
bei  dem  einzelnen  Versuche  der  damit  beabsichtigte  Zweck  kurz
            
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