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Reus s.
drische Krystalle, die ebenfalls aus feinkörniger, löcheriger Markasitmasse
zusammengesetzt sind. — Eben solche dünne sechsseitige
Tafeln sitzen endlich auf einer traubigen Braunspathdruse von demselben
Fundorte.
9. Markasit nach Schwerspath.
Auch von dieser Pseudomorphose bewahrt die mehrerwähnte
reiche Sammlung ein Exemplar von Dognaczka im Banate. Grosse
dünne, rhombische Tafeln (Pr . Pr -j- oo), die auf der Oberfläche
sehr uneben, löcherig und glanzlos sind, bestehen, wie man im
Querhruche beobachtet, aus feinkörnigem, porösem, graulichem
Markasit. Auf einer Seite sind sie mit einer kleintraubigen Schale
gelblich-weissen Braunspathes bedeckt, auf der wieder reihenförmig
geordnete, glänzende wasserklare Kalkspath-Krystalle (R. R-\-oo)
sitzen.
In derselben Sammlung befindet sich eine schöne Überrindungs-Pseudomorphose
von Markasit nach Quarz von Felsöbänya. Die
die Druse zusammensetzenden 2 / ä — 1'' grossen graulichweissen
Quarzkrystalle von der gewöhnlichen Form sind mit einer 1— i / a "'
dicken Markasitrinde überkleidet, die aussen schwarz angelaufen und
mit niedrigen blätterigen Erhabenheiten bedeckt ist, wie man sie so
oft an den Würfeln des Fluss-Spathes wahrnimmt. Im Querhruche
zeigt sie eine dünnstengliche Structur, wobei die Stengel auf den
Krystallflächen des Quarzes senkrecht stehen.
10. Kupferkies nach Magneteisen.
Zudenvon Blum (ersterNachtrag, Pag. 106—108) angeführten
interessanten Pseudomorphosen der bekannten in Chloritschiefer eingewachsenen
Magneteisenoktaeder von Fahlun in Schweden — in
Chlorit, Schwefelkies und Magnetkies — kann ich eine bisher
noch nicht beschriebene hinzufügen, die ich ebenfalls in der mehrerwähnten
Sammlung des Herrn Prälaten Dr. Zeidler beobachtete.
In einem Stücke Chloritschiefer befindet sich ein etw'a i / 2 “
grosses sehr ebenflächiges Magneteisen-Oktaeder noch theilweise eingewachsen,
während zwei andere kleinere ausgefallen sind und nur
ihre glatten Hohlabdrücke hinterlassen haben. Das Oktaeder ist wie
gewöhnlich, mit einer glatten dünnen Schichte von dunkel graugrünem
blättrigem Chlorit überzogen.
Da das eine Eck abgebrochen ist, hat man Gelegenheit, auch
die Substanz, aus der das Innere besteht, näher kennen zu lernen.