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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

aus  den  Siebenbörger  Golderzen  zu  gewinnen.

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1850  wurde  diese  Quantität  von  Seiten  des  k.  k.  Ministeriums  für
Landescultur  und  Bergwesen  dem  k.  k.  General-Probiramte  mit
einem  Metalllialte  von  4  Mark  13  Lotli  1  Quintei  göldischen  Silbers
und  einem  Geldwerthe  von  1348  fl.  39%  kr.  C.  M.  nach  Abzug  der
verschiedenen  Gebühren,  zur  Abführung  der  beabsichtigten  Versuche
1  und  Erstattung  eines  Berichtes  darüber,  übergeben.
Die  zu  Zalathna  in  Siebenbürgen  angeordneten,  bereits  oben
erwähnten  Versuche  zur  Gewinnung  des  Tellurs  im  Grossen,  hatte,
wie  man  erst  nachträglich  in  Erfahrung  brachte,  der  dortige  Hüttenmeister ­
  B  einbold  geleitet,  der  aber  sammt  allen  darauf  bezüglichen
schriftlichen  Notizen  u.  s.  w.  bei  der  bekannten  in  Zalathna  stattgefundenen ­
  blutigen  Katastrophe  zu  Grunde  gegangen  war.
Vor  anderthalb  Jahren  endlich  wurde  auf  Anregung  des  Herrn
Prof.  Wühler  in  Göttingen,  bei  Gelegenheit  einer  Arbeit  über  das
Telluräthyl,  durch  eine  verehrte  Classe  dem  hohen  k.  k.  Ministerium
für  Landescultur  und  Bergwesen  der  Vorschlag  unterbreitet,  die  Tellurerze
  in  Schlichen  gegen  Vergütung  des  inneren  Haltes  an  edlen
Metallen  an  Private  zu  wissenschaftlichen  oder  gewerblichen  Zwecken
verabfolgen  zu  lassen,  in  Folge  dessen  auch  bereits  mehrere  chemische ­
  Laboratorien  u.  s.  w.  damit  versehen  worden  sind.
Gleichzeitig  wurde  aber  auch  das  k.  k.  General-Probiramt  aufgefordert, ­
  die  zur  Darstellung  des  Tellurs  im  Grossen  übertragenen  Versuche ­
  möglichst  zu  beschleunigen,  zu  welchem  Ende  der  ganze  Ctr.
Schlich  ausschliesslich  bestimmt  sein  solle.
Dieser  Schlich  bestand  wie  schon  erwähnt  wurde,  aus  Blättererz,
und  zwar  36  Pfund  Kern,  und  44  Pfund  Staub.  Der  Halt  an  göldischem
  Silber  und  an  Gold  wurde  wiederholt  auf  docimastischem
Wege  untersucht,  und  die  Probe  gab  im  Durchschnitte  pr.  Ctr.:
vom  Kern  2  Pfund  16  —  Loth  =  5  Mark  =  80  Lotli  oder
2'SO  pCt.  göld.  Silber.
(  „  Staub  3  „  —  3 / 4  „  =  6  „  —  Loth  3  Quint.
=  96 3 / 4  Loth  oder  3-02  pCt.  göld.  Silber.
Der  Feinhalt  an  Gold  war  bei  ersterem  20  Karat  3  Grän
oder  213  Denare,  bei  letzterem  aber  20  „  4  „
oder  216  „  in  der  Probirmark.
Die  mit  dem  Blättererz  gewöhnlich  zusammen  vorkommenden
Mineralien  sind:  Quarz,  Kalkspath,  Manganspath,  Schwefel-  und
Arsenikkies,  Fahlerz.  Bournonit,  Zink-  undManganblende,  Bleiglanz,
Sitzb.  d.  matliem.-naturw.  CI.  X.  Bd.  V.  Hft.

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