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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Löwe.  Versuche  um  das  Tellur  im  Grossen

haben.  Es  wurde  desshalb  vorläufig  die  Abführung  einiger  Versuche
im  Kleinen  beantragt,  hierzu  der  siebenbürgische  Thesaurariatsrath
v.  Debreezeny  ernannt,  und  die  Erbauung  eines  kleinen  Versuchsofens ­
  bewilligt;  allein  trotz  mehrmaligen  Betreibens  der  Vorgesetzten ­
  Behörde,  blieb  dieser  Gegenstand  stets  unberücksichtigt.
In  Folge  einer  Anfrage  des  Herrn  W.  Batka  zu  Prag  im  Jahre
1847  bei  der  k.  k.  Central-Bergbau-Direction,  Tellurerze  zu  seinem
Gebrauche  beziehen  zu  dürfen,  und  der  hierdurch  veranlassten  Berichterstattung ­
  von  Seiten  des  k.  k.  General-Probiramtes,  erklärte
dasselbe  zur  Fortsetzung  von  Versuchen  um  eine  Methode  zur  Gewinnung ­
  des  Tellurs  im  Grossen  aufzufinden,  etwa  10  Pfund  Blättererz
zu  benöthigen,  worüber  die  k.  k.  Central-Bergbau-Direction  dem
siebenbiirgischen  Thesaurariate  im  Jahre  1848  den  Auftrag  ertheilte,
einen  Centner  des  derbsten  Blättererzes  in  zwei  Posten,  als  Kern
und  Staub  an  das  k.  k.  General-Probiramt  sammt  Gefällsanschlag  zu
übersenden.  Zugleich  erging  an  das  Thesaurariat  die  Aufforderung,
wegen  Vorlage  des  seit  1846  abgeforderten  Gutachtens  über  die
Tellurgewinnung  beim  Rösten  der  Erze,  und  die  Weisung,  dass
auch  bei  anderen  Hüttenprocessen  wo  tellurhältige  Producte  fallen
sollten,  die  tellurhältigen  Erze  in  besonderen  Vormassen  verschmolzen ­
  und  die  hiervon  abfallenden  Schlacken  auf  ihren  etwaigen  Tellurgebalt ­
  untersucht  werden  sollten.
Die  Überlassung  einer  so  bedeutenden  Quantität  reicher  Tellurerze ­
  veranlasste  gleichzeitig  die  k.  k.  Central  -  Bergbau  -  Direction,
einige  Versuche  im  Kleinen  anzuordnen,  welche  ein  interessantes
Factum  aufklären  helfen  sollten.  Es  ergab  sich  nämlich  zu  Offenbänya
  im  Jahre  1848,  bei  einem  daselbst  mit  reichen  Tellurerzen
abgeführten  Amalgamationsversuche,  das  überraschende  Resultat,
dass  eben  so  viel  Gold  als  Silber  ins  Glühsilber  mit  übergetreten
war.  Das  Erz  war  mit  einem  Zusatze  von  10  pCt.  Kochsalz,  3  pCt.
Salpeter  und  6  pCt.  Kiesmehl  verrostet,  und  dann  auf  die  gewöhnliche ­
  Art  verquickt  worden.  Die  Lösung  der  Frage  betraf  die  Verbindung, ­
  in  welchem  das  Gold  in  der  verrosteten  Beschickung  sich
befunden  haben  sollte.  Von  diesen  Versuchen  hatte  es  jedoch,  wie
sich  später  ergeben  wird,  sein  Abkommen.
Die  Einsammlung  und  Absendung  des  im  Jahre  1848  bestellten
Centners  Blättererzschlich  war  durch  die  Ereignisse  in  diesem  und
dein  folgenden  Jahre  unterblieben,  und  erst  mit  Ende  des  Jahres
            
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