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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Löwe.  Versuche  um  das  Tellur  im  Grossen

zung  noch  anderer  verschiedenartiger  und  strengflüssigerer  Erze,,
nach  Massgabe  der  zugetheilten  Schliche  besondere  Rücksicht  genommen, ­
  weil  sonst  sowohl  der  Gang  des  Ofens  als  auch  die  Ausfälle ­
  dabei  sich  verschlechtern  würden.  Es  ist  nämlich  ein  Resultat
langjähriger  Erfahrung,  dass  durch  das  Aufarbeiten  der  Tellurerze
mit  der  gewöhnlichen  Erzbeschickung,  grössere  Abgänge  entstehen;
und  ebenso  glaubt  man  sich  durch  Erfahrung  zu  dem  Schlüsse  berechtigt, ­
  dass  wenn  die  verrosteten  Tellurerze  in  die  Verbleiungsbeschickung ­
  gelangen,  sie  bereits  den  grössten  Theil  desjenigen
Verlustes  an  Gold  und  Silber  erlitten  haben,  welcher  sich  sonst  im
Laufe  des  ganzen  Hüttenproeesses  ergibt.  Diese  beiden  Metalle
scheinen  nämlich  schon  bei  der  Verrostung  mitgerissen  zu  werden,
und  diese  Ansicht  wird  durch  den  Umstand  bestätigt,  dass  der  Flugstaub, ­
  welcher  sich  in  der  Röstkammer  am  oberen  Gewölbe  und  in
der  Esse  ansetzt,  in  Folge  einer  vor  mehreren  Jahren  damit  angestellten
  Probe,  beinahe  ebenso  hochhaltig  an  Gold  und  Silber,  als  die
Erze  selbst  befunden  wurde.
Die  reicheren  Erze  werden  ohne  früher  geröstet  worden  zu
sein,  entweder  in  kleinen  Partien  dem  Abtreiben  zugesetzt,  oder  aber
werden  bei  der  Verbleiung  in  den  Stichtiegel  gegeben.  Diese  reichen
Erze  verursachen  nun  bedeutende  Abgänge  an  Gold  und  Silber,
höchst  wahrscheinlich,  weil  sie  unverröstet  verarbeitet  werden,  und
weil  bei  Verflüchtigung  des  Tellurs,  Gold  und  Silber  im  Verhältnisse
ihrer  Reichhaltigkeit,  mehr  in  das  Freie  mitgerissen  werden,  wo  hingegen ­
  man  bei  den  ärmeren  Erzen  doch  noch  den  Flugstaub  gewinnen ­
  und  auf  Gold  und  Silber  weiter  aufarbeiten  kann.  Es  würde
sich  somit  schon  wegen  dieses  bedeutenden  Verlustes  an  edlen  Metallen ­
  lohnen,  diese  reicheren  Erze  einer  anderen  Manipulation  zu
unterziehen,  wodurch  derselbe  so  viel  wie  möglich  vermieden,  zugleich ­
  aber  auch  das  Tellur  als  Nebenproduct  gewonnen  werden
könnte.
Das  k.  k.  General-Probiramt  hatte  bereits  im  Jahre  1841  an  die
damalige  k.  k.  Hofkammer  im  Münz-  und  Rergwesen  die  Ritte  gerichtet, ­
  behufs  der  Darstellung  von  Tellur  aus  den  Siebenbürger  Erzen,
eine  Partie  derselben  gegen  Vergütung  des  inneren  Haltes  an  Gold
und  Silber  von  Nagyäg  und  Oflenbänya  beziehen  zu  dürfen.  Dieses
Ansuchen  wurde  bewilligt,  und  es  wurden  nach  den  bis  damals  bekannt ­
  gewordenen  Methoden  aus  8%  Pfund  Schlichen  von  Rlättererz,
            
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