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Löwe. Versuche um das Tellur im Grossen
zung noch anderer verschiedenartiger und strengflüssigerer Erze,,
nach Massgabe der zugetheilten Schliche besondere Rücksicht genommen,
weil sonst sowohl der Gang des Ofens als auch die Ausfälle
dabei sich verschlechtern würden. Es ist nämlich ein Resultat
langjähriger Erfahrung, dass durch das Aufarbeiten der Tellurerze
mit der gewöhnlichen Erzbeschickung, grössere Abgänge entstehen;
und ebenso glaubt man sich durch Erfahrung zu dem Schlüsse berechtigt,
dass wenn die verrosteten Tellurerze in die Verbleiungsbeschickung
gelangen, sie bereits den grössten Theil desjenigen
Verlustes an Gold und Silber erlitten haben, welcher sich sonst im
Laufe des ganzen Hüttenproeesses ergibt. Diese beiden Metalle
scheinen nämlich schon bei der Verrostung mitgerissen zu werden,
und diese Ansicht wird durch den Umstand bestätigt, dass der Flugstaub,
welcher sich in der Röstkammer am oberen Gewölbe und in
der Esse ansetzt, in Folge einer vor mehreren Jahren damit angestellten
Probe, beinahe ebenso hochhaltig an Gold und Silber, als die
Erze selbst befunden wurde.
Die reicheren Erze werden ohne früher geröstet worden zu
sein, entweder in kleinen Partien dem Abtreiben zugesetzt, oder aber
werden bei der Verbleiung in den Stichtiegel gegeben. Diese reichen
Erze verursachen nun bedeutende Abgänge an Gold und Silber,
höchst wahrscheinlich, weil sie unverröstet verarbeitet werden, und
weil bei Verflüchtigung des Tellurs, Gold und Silber im Verhältnisse
ihrer Reichhaltigkeit, mehr in das Freie mitgerissen werden, wo hingegen
man bei den ärmeren Erzen doch noch den Flugstaub gewinnen
und auf Gold und Silber weiter aufarbeiten kann. Es würde
sich somit schon wegen dieses bedeutenden Verlustes an edlen Metallen
lohnen, diese reicheren Erze einer anderen Manipulation zu
unterziehen, wodurch derselbe so viel wie möglich vermieden, zugleich
aber auch das Tellur als Nebenproduct gewonnen werden
könnte.
Das k. k. General-Probiramt hatte bereits im Jahre 1841 an die
damalige k. k. Hofkammer im Münz- und Rergwesen die Ritte gerichtet,
behufs der Darstellung von Tellur aus den Siebenbürger Erzen,
eine Partie derselben gegen Vergütung des inneren Haltes an Gold
und Silber von Nagyäg und Oflenbänya beziehen zu dürfen. Dieses
Ansuchen wurde bewilligt, und es wurden nach den bis damals bekannt
gewordenen Methoden aus 8% Pfund Schlichen von Rlättererz,