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B i b r a.
werfen konnte, beide gehören offenbar zu den eben besprochenen
Gebilden, nur sind sie massiger, grösser.
Weiter gegen das Innere nehmen diese vulcanisclien Durchbrüche
zu. Als porphyrische Kegelberge treten sie z. B. bei Santjago
auf, und in der Kette der Anden endlich sind die granitischen Formen
verschwunden oder werden nur als fragmentarische Reste getroffen,
eingeschlossen in vulcanisclien Teig, zertrümmert, verändert und untergegangen
in den gigantischen Massen der Cordilleren.
Mächtige Ablagerungen von Geröll und von Geschieben aller
Art werden an vielen Stellen in Chile getroffen und oft dort, wo man
auf den ersten Blick nicht wohl ihr Dasein zu erklären vermag. Indessen
lässt sich bei einigem Nachdenken diese Erscheinung wohl erklären,
vielleicht auch eine annehmbare Theorie aufstellen über die
Reihenfolge der Vorgänge, welche das Entstehen oder zu Tage gehen
der oben erwähnten Gesteine bedingte.
Wohl war durch eine jener gewaltigen vulcanisclien Revolutionen,
für welche wir gegenwärtig keinen Massstab mehr haben, eine
mächtige Spalte in der Erdrinde entstanden, längs der Stelle, welche
gegenwärtig die Andeskette einnimmt. Sie wurde ausgefüllt durch das
aus ihr emporgestiegene Gebirge, und das Flachland von Chile und
die anderen Lande der Westküste folgten. So aber wurde der Meeresgrund
gehoben, jene erwähnten versteinerungsführenden Schichten,
unterteuft vom ersten Producte der Erhärtung, der Erstarrung der
Erdrinde, der granitischen Reihe. Unterirdische, fortwährend thätige
vulcanische Reactionen aber erzeugten jene Masse der Gangbildungen
und Spaltenausfüllungen, welche allenthalben in der Granitrinde getroffen
werden, und eben so die erwähnten vulcanisclien Kegel der
Küste.
Ruhe musste nach längerer oder kürzerer Zeit eingetreten sein
unddieGipfel desneu entstandenen Gebirges bedeckten sich mit Schnee
und Gletschern, und dies sicher rascher als es gegenwärtig geschehen
würde, wenn man die Thätigkeit der Vulcane bedenkt, von welcher
ein grosser Theil jetzt erloschen ist, aber durch deren zu jener Zeit
fortwährende Action sich die Wolkenmasse in Nähe des Gebirges häufte,
und mithin auch die Menge der meteorischen Niederschläge. Nichts
aber ist denkbarer, als dass in gewissen Perioden sich die vulcanische
Thätigkeit auf grössere Strecken der Reihe hin erhöhte, dass der
gefallene Schnee in Folge dessen rasch schmolz, und die dadurch