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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Re  us  s.

Auf  dem  Granat  liegen  überdies  mehrere  säulenförmige  Krystalle
  ölgrünen  Pistazites  mit  sehr  rauher  zerfressener  Oberfläche,  im
Innern  Kerne  von  dunkelbraunem  Granat  einschliessend,  sowie  kleine
nette  Oligoklaskrystalle,  welche  stellenweise  ebenfalls  mit  einer  sehr
dünnen,  leicht  loszusprengenden  Rinde  von  Epidot  überkleidet  sind.
5.  Cacholong  nach  Quarz.
Bekanntlich  finden  sich  hei  Olomuczan  in  Mähren  häufige
Quarzgeoden,  deren  innere  Höhlung  tlieils  mit  traubigem  und  nierenförmigem ­
  Chaleedon  oder  Cacholong  ausgekleidet,  tlieils  mit  Quarzkrystallen
  überzogen  ist.  In  manchen  Fällen  ist  in  letzteren  die  Kieselsäure ­
  durch  Speckstein  verdrängt,  wie  Blum  (1.  c.  Pag.  12S)  an
einem  Exemplare  beobachtet  hat.
Eine  andere  Umwandlung  des  Quarzes  fand  ich  in  einer  Geode
von  demselben  Fundorte.  Die  das  Innere  überziehenden  Quarzkrystalle
  (1P.  P  -j-  oo),  woran  die  dem  einen  Rhomboeder  entsprechenden ­
  Flächen  sehr  stark,  die  des  andern  nur  sehr  wenig  entwickelt ­
  erscheinen,  sind  bis  zu  verschiedener  Tiefe  (von  i/ 2  —  3"')
in  schneeweissen,  undurchsichtigen'Cacholong  verwandelt,  wobei
aber  die  Krystallflächen  eben,  die  Kanten  scharf  geblieben  sind.  Nur
stellenweise  besitzt  die  Oberfläche  ein  sehr  feintraubiges  Ansehen,
so  wie  man  auch  im  Querbruche  hin  und  wieder  eine  undeutlich
fasrige  Structur  wahrnimmt.
Hier  hat  sich  die  krystallinische  Kieselsäure  offenbar  in  die
amorphe  Modilication  verwandelt  und  zugleich  Wasser  aufgenommen. ­
  ■—  Im  k.  k.  Universitäts-Cahinete.
6.  An  timonblüth  e  nachRothantimonerz  (Antimonblende).
Von  dieser  Pseudomorphose,  welche  Blum  (Pseudomorphosen,
pag.  172)  nur  vermuthungsweise  anführt,  sah  ich  ein  deutliches
Beispiel  in  der  Gräflich  Wrbna’schen  Sammlung  zu  Ginec.  Das
Exemplar  stammt  von  Perneck  in  Ungarn,  dem  bekannten  Fundorte
der  Antimonblende.  Die  Oberseite  desselben  ist  mit  strahlig  aus  einander ­
  laufenden  Gruppen  nadelförmiger  Krystalle  theils  dieses  Minerals, ­
  tlieils  auch  von  Antimonblüthe  bedecket.  An  einzelnen  dieser
Gruppen  sind  die  Nadeln  der  Antimonblende  nur  theilweise  in  Antimonblüthe ­
  umgewandelt,  so  dass  sie  dem  Centrum  zunächst  noch  aus
ersterem  Minerale  bestehen,  während  sie  gegen  das  freie  Ende  hin
schon  zu  Weissspiesglanzerz  geworden  sind.  Hier  lässt  sich  wohl
an  einer  Umwandlung  des  SK  +  Sb  in  Sb  nicht  zweifeln.  Es  ist
            
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