Über einige noch nicht beschriebene Pscudomorphosen.
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Umwandlung bald mehr, bald weniger in die Tiefe greift. Bei dem
grossen Krystalle sind die meisten Flächen schon in ihrer ganzen
Ausdehnung mit einer Schichte von Kupferlasur überzogen. — An
mehreren der in der derben Masse eingewachsenen Malachitpartien
unterscheidet man noch sehr deutlich die Theilbarkeit des Rotlikupfererzes.
Ebenfalls von Cliessy stammt das noch grössere Exemplar, welches
sich in der ausgezeichneten fürstlich Lobkowitz’schen Sammlung
zu Bilin befindet. Auch hier liegen in einem dichten Gemenge von
Rothkupfererz und Brauneisenstein bis y 2 " grosse Dodekaeder von
Rothkupfererz, die die verschiedensten Umwandlungsstufen in Malachit
und besonders Kupferlasur wahrnehmen lassen.
3. Malachit nach Fahlerz.
Von dieser Umwandlungs-Pseudomorphose, welche Blum (erster
Nachtrag, Pag. 118) von Bieber in Hessen beschreibt, besitzt Herr
Hofrath v. Sacher ein Exemplar, von Kogel bei Brixlegg in Tirol
herstammend. In geradschaligem, gelblich- und röthlichweissem
Baryt, der hin und wieder von Kupferlasurschnüren durchzogen wird,
liegen y g " grosse Krystalle (ö. ^~) dunkeln mercurhaltigen Antimonfahlerzes,
auf den rauhen glanzlosen Flächen mit einem dünnen
Überzug, tlieils von dunkelbraunschwarzer Kupferschwärze, theils
von erdigem Malachit versehen. Ein zerbrochener Krystall zeigt
das Fahlerz auch im Innern von dünnen Lagen und einzelnen kleinen
punktförmigen Partikeln von Malachit unterbrochen.
4. Pistazit nach Granat.
Von dieser Pseudomorphose, die Blum (zweiter Nachtrag,
pag. 11) von Auerbach an der Bergstrasse anführt, habe ich in der
fürstlich Lobkowitz’schen Sammlung zu Bilin ein Exemplar gefunden
, welches von Arendal in Norwegen stammt. Auf dichtem
Oligoklas und einem feinkörnigen Gemenge von Granat und Epidot
sitzt eine Druse von bis y 3 " grossen Krystallen schwarzbraunen
Granates CD.CO. Sie sind an der Oberfläche meistens rauh, stellenweise
wie angefressen. Einzelne zeigen bloss hin und wieder,
andere ringsum eine Rinde feinkörnigen, ölgrünen Pistazits, der
verschiedentlich tief in die Granatmasse eindringt und fest damit
zusammenhängt, so dass an einer allmählichen, von aussen nach
innen fortschreitenden Umwandlung des Granales in Pistazit sich
nicht zweifeln lässt.