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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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R  e  us  s.

stens  in  einem  grünen  Halbopal)  eingewaclisen  vor,  sondern  linden
sicli  weit  häufiger  und  schöner  auch  in  dein  thonigen  pyropenfiihrenden
  Conglomerate,  aus  dem  sie  durch  Auswaschung  sehr  leicht  lose
erhalten  werden.  Man  gewinnt  auf  diese  Weise  zahlreiche  erbsenbis
  haselnussgrosse  Körner  von  bald  gerad-,  bald  krummschaliger
Structur.  Sie  bestehen  aus  vielen,  meist  sehr  scharfkantigen  Pyropentrümmern,
  die  durch  eine  dünnere  oder  dickere  Kalkspathscliichte
mit  einander  verbunden  und  oft  ganz  in  Kalkmasse  eingehiillt  sind.
Bei  den  krummschalig  zusammengesetzten  Körnern  trifft  man  oft  in
der  Mitte  ein  etwas  grösseres  Pyropenkorn.
Innen  sind  die  Pyropentrümmer  vollkommen  frisch,  ohne  alle
Spur  einer  Umwandlung,  ohne  allmälichen  Übergang  einer  Substanz
in  die  andere.  Die  Pyrope,  die  ursprünglich  wohl  alle  im  Serpentin
eingewaclisen  waren,  sind  nach  der  Zerstörung  desselben  zurückgeblieben ­
  und  gleich  dem  Hessonit,  Topas,  Spinell,  Turmalin  und  andern ­
  Gemmen,  die  den  Pyrop  begleiten,  in  die  Conglomeratmasse
gelangt,  aber  nicht  ohne  mannigfache  Zertrümmerungen  erlitten  zu
haben.  Viele  dieser  Trümmer  wurden  während  der  Conglomeratbildung
  durch  Kalkmasse  verkittet  und  umhüllt,  und  ich  glaube  daher
die  oben  beschriebenen  Körner  für  eine  secundäre  Trümmerbildung,
keineswegs  aber  für  eine  Pseudomorphose  ansehen  zu  müssen.
Ganz  auf  dieselbe  Weise,  wie  das  Kalkcarbonat,  kömmt  auch
der  Talk  vor.  Auch  er  verbindet  die  einzelnen  Pyropentrümmer
und  bildet  off  eine  mehrere  Linien  dicke  Hülle  um  das  ganze  Korn,
wobei  die  Talkblättchen  gewöhnlich  radial  gegen  die  Oberfläche
gestellt  sind.  Dass  man  den  Talk  ebenfalls  für  keine  Pseudomorphose ­
  halten  dürfe,  geht  nicht  nur  daraus  hervor,  dass
sich  kein  allmählicher  Übergang  nachweisen  lässt,  sondern  auch
dass  neben  den  kleinen  Talknüssen  auch  eben  solche  Talkmassen
von  Apfel-,  ja  selbst  von  Kopfgrösse  Vorkommen,  denen  man  eine
gleiche  Entstehungsweise  zuerkennen  muss  und  die  doch  gewiss
Niemand  für  eine  Pseudomorphose  nach  Pyrop  wird  ansprechen
wollen.
Wollte  man  dies  mit  dem  Kalkspath  und  Talk  thun,  müsste
man  sich  auch  den  Schwefelkies  und  Gyps,  die  bei  Meronitz  ebenfalls ­
  nicht  selten  als  Cäment  der  Pyropentrümmer  auftreten,  auf
gleiche  Weise  entstanden  denken.  Man  muss  alle  diese  Stoffe,
gleich  dem  so  häufigen  grünen  Halbopal  von  Meronitz,  der  wohl  oft
            
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