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626 Fitzinger. Versuch einer Geschichte
auf den praktischen Telegraphen - Betrieb darbietet, haben mich
bestimmt, den Apparat zur Disposition des hohen Handelsministeriums
zu stellen, und es steht auf Grund der damit angestellten Versuche
dieEinführung desselben bei den österreichischen Telegraphen-Ämtern
zu erwarten.
Versuch einer Geschichte der Menagerien des österreichisch
- kaiserlichen Hofes.
Von dem w. M. Dr. L J. Fitzinger.
(Schluss.)
Als Filialen oder abgesonderte Abtheilungen der Schönbrunner
Menagerie sind einige kleinere Menagerien zu betrachten,
welche zu besonderen Zwecken bestimmt waren und ausserhalb
von Schönbrunn nur für eine kürzere Dauer errichtet wurden.
Nämlich die Menagerie im k. k. Hof-Naturalien - Cabinete,
im k. k. Hof-Burggarten und dem Privat - Garten Seiner
Majestät des Kaisers am Rennwege zu Wien, dann jene
im kaiserlichen Lustschlosse zu Lachsenburg.
Die Menagerie im kaiserlichen Ilof-Naturalien-Cabinete zu AVien.
Dieälteste unter den Filialen der Schönbrunner Menagerie
und eine der reichhaltigeren war die Menagerie im k. k. Hof-Naturalien-Cabinete
zu Wien. Sie wurde mit Genehmigung
Kaisers Franz II. von dem Director dieser Anstalt Abbe Andreas
Stütz gemeinschaftlich mit dem Aufseher Joseph Natterer im
Jahre 1800 gegründet und hatte einen rein wissenschaftlichen
Zweck, indem sie bloss der Beobachtung der Lebensweise, Fortpflanzung
und Sitten kleinerer, meist inländischer Thiere gewidmet
war.
Anfangs war dieselbe nur auf Vögel beschränkt, die im Gebäude
des Hof-Naturalien-Cabinetes am Josephsplatze, theils
unter dem Giebel des Daches, theils in der in eben diesem Gebäude
befindlich gewesenen Wohnung des Aufsehers gehalten wurden.
Später aber, als nach dem Tode des Directors Stütz im Jahre 1806,
Karl Schreibers die Direction über jene Anstalt erhielt und das