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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Gintl.  Der  elektro-chemische  Scbreib-Apparat

den  hergestellten  metallischen  Contact  dem  elektrischen  Strome  der
Weg  für  seinen  Kreislauf  geöffnet  worden  ist.  Die  entgegengesetzte
Richtung  aber  nimmt  der  elektrische  Strom  vom  negativen  Pole  li,
der  anderen  Station,  wenn  der  Taster  Z 2  daselbst  niedergedrückt
wird,  wobei  die  Einwirkung  auf  die  Papierstreifen  der  beiden  Apparate ­
  wie  früher  erfolgt.
Weil  es  aber  offenbar  überflüssig  ist,  die  telegraphischen  Zeichen ­
  auf  dem  Papierstreifen  des  Apparates  derjenigen  Station,  von
welcher  die  (Korrespondenz  ausgeht,  erscheinen  zu  lassen;  so  kann
man  daselbst  den  elektrischen  Strom  durch  einen  metallischen  Nebenschluss ­
  von  dem  Schreibstifte  unmittelbar  in  den  Metallsteg  leiten,
wodurch  der  Papierstreifen  an  diesem  Apparate  ganz  ausser  Spiel
kömmt,  und  überdies  der  doppelte  Vortheil  erreicht  wird,  aass
man  sowohl  an  Papier  erspart,  als  auch  den  elektrischen  Strom
weniger  schwächt.
Aus  der  Einrichtung  und  den  Leistungen  des  elektro-chemischen
Schreib-Telegraphen  ergeben  sich  nun  im  Vergleiche  mit  demMorse'-schen
  Apparate  folgende  Vortheile:
1.  Ist  der  elektro-chemische  Apparat  viel  einfacher  construirt,
als  der  Morse’sche  und  daher  weit  leichter  zu  handhaben.
2.  Bedarf  er  keines  Relais  wie  der  Morse’sche  Apparat,  wodurch ­
  ein  sehr  grosser  Widerstand  für  den  elektrischen  Strom  aus
der  Leitung  wegfällt,  und  zugleich  die  schwierige  Manipulation
beseitiget  wird,  welche  der  Relais  beim  Morse’schen  Apparate  zu
seiner  gehörigen  Stellung  erfordert,  die,  weil  sie  beständig  variirt,
eine  ausserordentliche  Aufmerksamkeit  des  Telegraphisten  in  Anspruch ­
  nimmt  und  nicht  selten,  wenn  es  der  Telegraphist  Übersicht,
bedeutende  Störungen  in  der  (Korrespondenz  verursacht.
3.  Kostet  der  elektro-chemischeSchreib-Apparat  höchstens  den
dritten  Theil  von  dem  Anschaffungspreise  eines  Morse’schen  Apparates.
4.  Werden  die  zur  Bewegung  des  Schreibstiftes  beim  Morse  -
sehen  Apparate  erforderlichen  Elektro-Magnete  sammt  Hebel  und  Zugehör, ­
  am  elektro-chemischen  Schreib-Telegraphen  überflüssig,  weil
der  Schreibstift  an  demselben  unbeweglich  angebracht  ist,  daher
auch  hier  noch  überdies  die  Localbatterie  zur  Activirung  der
Elektro-Magnete  erspart  wird.
5.  Sind  die  bei  dem  elektro-chemischen  Apparate  auf  dem  Papierstreifen ­
  erscheinenden  farbigen  Zeichen  nicht  allein  bleibend.
            
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