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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Gintl.  Der  elektro-cliemische  Schreib-Apparat

betragen  die  Imprägnirungskosten  für  ein  Pfund  Papier  nur  10  kr.  C.M.
Es  zeigt  sich  also  auch  die  letztere  Art  der  Imprägnirung  in  dieser
Beziehung  vortheilhafter.
Wenn  man  Alles,  was  ich  bis  jetzt  über  das  Princip,  auf  welchem ­
  der  von  mir  construirte  Apparat  beruht  und  über  dessen  Wirkungsweise ­
  anführte,  gehörig  zusammenfasst,  so  ergibt  sich  daraus
für  denselben  folgende  Einrichtung,  welche  in  der  Zeichnung  Fig.  1
ihren  wesentlichen  Bestandtheilen  nach  dargestellt  ist.
ZZ'  sind  die  zwei  Walzen  des  Zugwerkes,  welche  den  von  der
Scheibe  S  sich  ahwickelnden  Papierstreifen  PP  zwischen  dem
Schreibstifte  A  und  dem  darunter  befindlichen  Metallstege  M  im
gleichförmigen  Zuge  hindurchziehen.  Unterhalb  des  Papierstreifens
ist  in  der  Nähe  des  Metallsteges  das  Gefäss  B  aufgestellt,  welches
die  zum  Benetzen  des  Papiers  dienende  Flüssigkeit  enthält.  Der  darin
steckende  oben  flach  abgeschnittene  und  mit  der  Flüssigkeit  vollgesaugte ­
  Schwamm  bewirkt,  dass  der  durch  die  Walze  W  sanft
angedrückte  und  darüber  hinweggleitende  Papierstreifen  gehörig
benetzt  wird,  bevor  er  unter  den  Schreibstift  tritt.
Um  den  Apparat  in  Thätigkeit  zu  setzen  wird  der  Schreibstift
A  mit  dem  positiven  Pole  Z,  einer  galvanischen  Batterie  durch
einen  Dratli  so  verbunden,  dass  der  elektrische  Strom  mittelst  eines
in  denselben  eingeschalteten  Tasters  T  zu  dem  Schreibstifte  gelangen
kann,  wenn  man  den  Contact  am  Taster  herstellt,  dagegen  aber  der
Zutritt  des  elektrischen  Stromes  zum  Schreibstifte  verhindert  wird,
wenn  man  den  Contact  am  Taster  aufhebt.  Ersteres  geschieht  durch
das  Niederdrücken  des  Tasthebels,  letzteres  beim  Zurückziehen  desselben ­
  in  die  Ruhelage.
Auf  diese  Art  hat  man  es  in  seiner  Macht  durch  längeres  oder
kürzeres  Niederdrücken  des  Tasthebels  den  elektrischen  Strom  in
den  Schreibstift  gelangen,  und  denselben  auf  den  unter  dem  Schreibstifte ­
  sich  fort  bewegenden  Papierstreifen  einwirken  zu  lassen,  wodurch ­
  eben  nach  Massgabe  der  längeren  oder  kürzeren  Dauer  der
Einwirkung  mittelst  der  elektro  -  chemischen  Wirkung  farbige
Striche  oder  Punkte  auf  dem  Papierstreifen  entstehen.
Der  zur  Weiterführung  des  elektrischen  Stromes  bestimmte
Metallsteg  M,  ist  zu  diesem  Behufe  mit  dem  Telegraphen-Leitungsdratlie
  verbunden,  in  welchem  der  elektrische  Strom  seinen  Weg
bis  dahin  fortsetzt,  wo  die  Leitung  mit  der  Erde  in  Verbindung
            
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