618 Gintl. Der eleklro-chemische Schreib-Apparat
gegen den Metallsteg schnell verändert werden kann. Hiernach hat
man die Stellung des Schreibstiftes vollkommen in seiner Macht, und
es ist dieses die einzige Regulirung, deren der Apparat bedarf,
welche übrigens sehr leicht bewerkstelliget werden kann. Hat man
den Schreibstift einmal gehörig eingestellt, so ist für längere Zeit
keine weitere Regulirung desselben mehr nothwendig.
Wenn man nun den Apparat einerseits mit dem Schreibstifte,
andererseits aber mit dem Metallstege in die Leitungskette einschaltet,
so wird der von einer galvanischen Batterie mittelst des
Tasters in dieselbe eingeführte elektrische Strom offenbar aus dem
Schreibstifte in den Metallsteg und umgekehrt übergehen, also
seinen Kreislauf ungehindert vollenden können, weil zwischen Beiden
metallischer Contact herrscht. Sobald aber der Papierstreifen
zwischen dem Schreibstifte und dem Metallstege durchgezogen wird,
bewirkt die schlechte Leitungsfähigkeit des Papiers, so lange
dasselbe trocken ist, eine Störung in der Circulation des elektrischen
Stromes. Es muss daher dafür gesorgt werden, dass sich der
Papierstreifen bei seinem Durchzuge zwischen dem Schreibstifte
und dem Metallstege in einem die Elektricität gut leitenden Zustande
befindet, welches am besten dadurch geschieht, dass man dazu
ungeleimtes Papier anwendet und den Papierstreifen kurz bevor er
zwischen den Schreibstift und den Metallsteg tritt, ganz nass
macht, wodurch er nach Massgabe der dazu gewählten Flüssigkeit,
den entsprechenden Grad von Leitungsfähigkeit erhält.
Zu diesem Behufe habe ich ganz nahe an dem Schreibstifte ein
mit der später näher zu bezeichnenden Netzflüssigkeit gefülltes
Gefäss aufgestellt, in dessen Deckel ein eben abgeschnittener
Schwamm steckt, welcher von der Flüssigkeit durchnässt, den über
seine obere Schnittfläche hingleitenden, und gegen dieselbe von einer
kleinen Walze sanft angedrückten ungeleimten Papierstreifen vollständig
benetzt, so dass er in diesem Zustande unter dem Schreibstifte
tritt, und die dadurch erlangte Leitungsfähigkeit desselben,
dem elektrischen Strome den Übergang vom Schreibstifte in den
Metallsteg gestattet. Die Wahl der Flüssigkeit zum Benetzen des
Papierstreifens ist nicht gleichgültig, weil von ihr der Grad dei
Leitungsfähigkeit des damit benetzten Papierstreifens und davon die
Wirksamkeit des ganzen Apparates abhängt. Reines Wasser macht
zwar den davon vollkommen durchnässten Papierstreifen für den