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für den Telegraphen-Betrieb in Österreich.
graplien-Linien über eine gewisse Grenze hinaus nicht mehr direct
correspondirt werden kann und man daher zur Translation der Depeschen
seine Zuflucht nehmen muss, mithin wieder neue Schwierigkeiten
zu überwältigen hat.
Zur Beseitigung dieser den ausübenden Telegraphen-Dienst so
sehr hemmenden Übelstände, bleibt keine andere Wahl, als auf den
Gebrauch des Relais Verzicht zu leisten und dafür ein anderes nicht
minder empfindliches aber einfacher und verlässlicher wirkendes
Hilfsmittel zur Erzeugung der telegraphischen Zeichen anzuwenden.
Ich habe daher mit dem Relais auch zugleich die Elektro-Magnete
zur Bewegung des Schreibhebels am Morse’schen Apparate weggelassen
, und statt des elektro-magnetischen das elektro-chemische
Princip zur Erzeugung der telegraphischen Zeichen angenommen.
Desshalb wurde auch von dem Morse'schen Schreib-Apparate nur das
aus zwei Walzen und den dazu gehörigen Zahnrädern bestehende
Zugwerk zur Bewegung des Papierstreifens beibehalten und dadurch
der Apparat bezüglich seiner mechanischen Einrichtung auf die einfachste
Form zurückgeführt. Statt des Hebels, welcher am Morse’schen
Apparate mittelst zweier Elektro-Magnete in Bewegung
gesetzt und wodurch der Schreibstift mit dem vom Zugwerke fortbewegten
Papierstreifen in Berührung gebracht wird, um die telegraphischen
Zeichen in denselben einzudrücken, benütze ich zur Hervorbringung
dieser Zeichen einen fein zugespitzten Metallstift von
Kupfer, Messing, Stahl oder Eisen, welcher in schiefer Stellung
an einem Arme so angebracht ist, dass er einen halbrunden metallenen
Steg, über welchen der Papierstreifen mittelst des Zugwerkes
lortbewegt wird, nahezu berührt und gegen denselben federnd
drückt, wenn der Papierstreifen zwischen ihm und dem Metallstege
hindurchgezogen wird.
Der Schreibstift ist mit einem Schraubengewinde versehen und
lässt sich in dem ihn haltenden Arme vorwärts- oder zurückschrauben,
wodurch man denselben dem Metallstege so nahe als notliwendig
bringen und wieder davon entfernen kann. Um jedoch bei
dem Schreibstifte auch die schiefe Stellung desselben gegen den
Metallsteg gehörig reguliren, und den Grad der Federung nach
Bedarf abändern zu können, ist der ihn haltende Arm drehbar eingerichtet,
und dabei eine Stellschraube angebracht, durch welche
die Neigung des Schreibstiftes, und mit ihr die Federung desselben
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