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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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für  den  Telegraphen-Betrieb  in  Österreich.
graplien-Linien  über  eine  gewisse  Grenze  hinaus  nicht  mehr  direct
correspondirt  werden  kann  und  man  daher  zur  Translation  der  Depeschen ­
  seine  Zuflucht  nehmen  muss,  mithin  wieder  neue  Schwierigkeiten ­
  zu  überwältigen  hat.
Zur  Beseitigung  dieser  den  ausübenden  Telegraphen-Dienst  so
sehr  hemmenden  Übelstände,  bleibt  keine  andere  Wahl,  als  auf  den
Gebrauch  des  Relais  Verzicht  zu  leisten  und  dafür  ein  anderes  nicht
minder  empfindliches  aber  einfacher  und  verlässlicher  wirkendes
Hilfsmittel  zur  Erzeugung  der  telegraphischen  Zeichen  anzuwenden.
Ich  habe  daher  mit  dem  Relais  auch  zugleich  die  Elektro-Magnete
zur  Bewegung  des  Schreibhebels  am  Morse’schen  Apparate  weggelassen ­
  ,  und  statt  des  elektro-magnetischen  das  elektro-chemische
Princip  zur  Erzeugung  der  telegraphischen  Zeichen  angenommen.
Desshalb  wurde  auch  von  dem  Morse'schen  Schreib-Apparate  nur  das
aus  zwei  Walzen  und  den  dazu  gehörigen  Zahnrädern  bestehende
Zugwerk  zur  Bewegung  des  Papierstreifens  beibehalten  und  dadurch
der  Apparat  bezüglich  seiner  mechanischen  Einrichtung  auf  die  einfachste ­
  Form  zurückgeführt.  Statt  des  Hebels,  welcher  am  Morse’schen ­
  Apparate  mittelst  zweier  Elektro-Magnete  in  Bewegung
gesetzt  und  wodurch  der  Schreibstift  mit  dem  vom  Zugwerke  fortbewegten ­
  Papierstreifen  in  Berührung  gebracht  wird,  um  die  telegraphischen ­
  Zeichen  in  denselben  einzudrücken,  benütze  ich  zur  Hervorbringung ­
  dieser  Zeichen  einen  fein  zugespitzten  Metallstift  von
Kupfer,  Messing,  Stahl  oder  Eisen,  welcher  in  schiefer  Stellung
an  einem  Arme  so  angebracht  ist,  dass  er  einen  halbrunden  metallenen ­
  Steg,  über  welchen  der  Papierstreifen  mittelst  des  Zugwerkes
lortbewegt  wird,  nahezu  berührt  und  gegen  denselben  federnd
drückt,  wenn  der  Papierstreifen  zwischen  ihm  und  dem  Metallstege
hindurchgezogen  wird.
Der  Schreibstift  ist  mit  einem  Schraubengewinde  versehen  und
lässt  sich  in  dem  ihn  haltenden  Arme  vorwärts-  oder  zurückschrauben, ­
  wodurch  man  denselben  dem  Metallstege  so  nahe  als  notliwendig
  bringen  und  wieder  davon  entfernen  kann.  Um  jedoch  bei
dem  Schreibstifte  auch  die  schiefe  Stellung  desselben  gegen  den
Metallsteg  gehörig  reguliren,  und  den  Grad  der  Federung  nach
Bedarf  abändern  zu  können,  ist  der  ihn  haltende  Arm  drehbar  eingerichtet, ­
  und  dabei  eine  Stellschraube  angebracht,  durch  welche
die  Neigung  des  Schreibstiftes,  und  mit  ihr  die  Federung  desselben
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