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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierisehen  Organismus.

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Über  die  Entwickelung  der  zum  Haarfollikel  gehörigen  Talgdrüsen ­
  habe  ich  keine  weiteren  auf  Messungen  beruhenden  Untersuchungen ­
  angestellt,  und  kann  daher  die  hierdurch  entstandene
Lücke  nur  durch  eine  freilich  in  vielen  Analogien  begründete
Hypothese  ausfüllen.  Nach  dieser  Hypothese  wäre  die  Entwickelung
dieser  Drüsen  in  folgender  Weise  zu  denken.
Wie  in  dem  ursprünglichen  Haarkeime  (Fig.  60)  eine  Spaltung
in  zwei  Blasteme  der  Länge  nach  sich  entwickelte,  so  ginge  später
auch  analog  dem  Vorgänge  in  anderen  Organen  eine  quere  Spaltung
vor  sich,  wodurch,  wie  in  der  Fig.  64,  in  jedem  senkrechten
Schnitte  des  Keimes  4  neue  Blasteme  bemerkt  wurden.  Indem  sich
nun  jedes  rechts  liegende  Blastem  mit  dem  links  liegenden  in  der
bekannten  Art  verbände,  entstünde  Markraum  (mit  dem  Haare),
Wurzelscheide  und  Haarbalg,  hingegen  bliebe  zwischen  jedem  unteren
und  oberen  Blasteme  eine  in  die  grosse  Mutterzelle  nach  aussen  hin
sich  allmählich  erweiternde  Spalte  (Fig.64,  ab),  die  dann  später  durch
einen  neuen  Keim  (Fig.  64,  b)  ausgefüllt  wurde.  Dieser  Keim  (in  der  Art
zur  Entwickelung  gekommen,  wie  dies  bisher  an  allen  Stellen  angenommen ­
  wurde)  würde  sich  zum  Fettbalg  entwickeln,  der  in  einen
anfangs  sich  verengernden,  gegen  das  Haar  selbst  aber  wieder  sich
erweiternden  Gang  ausliefe,  wie  dies  in  Fig.  65,  66  dargestellt  ist;
dieser  Gang  würde  vonTheilen  der  Aussenwand  der  ober-und  unterhalb ­
  liegenden  Blasteme  gebildet  und  allmählich  nach  allen  Seiten
hin  sich  abschliessen.  Der  Fettbalgkeim  würde  sehr  bald  sich  vergrössern
  und  den  ihm  ursprünglich  angewiesenen  Raum  der  Mutterzelle ­
  verlassen;  später  durch  abermaliges  Spalten  wieder  in  2  Lappen
sich  trennen  (Fig;  67),  welche  Lappen  anfangs  noch  eine  gemeinschaftliche ­
  Höhle  bildeten,  die  aber  bei  nachmaliger  Vergrösserung
der  Lappen  immer  kleiner  würde;  durch  neue  Spaltung  ganz  in  dem
bisher  angenommenen  Sinne  entstünden  wieder  untergeordnete  Lappen
11  •  s.  w.  Dass  diese  Art  von  Entwickelung  an  Drüsen  wirklich  vorkommt,
werden  die  folgenden  Untersuchungen  darthun.

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Si '*b.  <1.  mathern.-naturw.  CI.  X.  Bd.  IV.  Heft.
            
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