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Engel. Die Entwickelung rühriger
(ganz oder eine Abteilung desselben) gestaltet sieb zur Wurzelscheide
und beliält selbst am ausgewachsenen Haarbalge zum Theile
die Form bei, welche ihm zur Zeit der Entwickelung eigen war, d. h.
die Blastemmasse A umwächst zwar das sich entwickelnde Haar sclialenartig
von allen Seiten, aber das obere und untere Ende desselben
sammt der Matrix bleibt von ihnen unberührt, daher auf einem senkrechten
Durchschnitte des Haarbalges ihre nach abwärts konisch oder
spitz zulaufende Form. Mittlerweile ist der ganze Haarkeim aus
seiner runden Form, die er anfangs inne hatte, längst hinausgegangen
und hat eine Walzenform mit unten kuppelartig abgerundetem Ende
angenommen; die Länge und Breite des Haarbalges, die sonacli
anfangs aus der bekannten Formel berechnet werden konnten, verlieren
allmählich ihre vergleichbaren Relationen. Nun wird auch die
Matrix des Haares an Umfang zunehmen und der Grund des Haarbalges
schwillt dadurch kolbenartig an (Fig. 55), wodurch der Haarbalg
seine bleibende Form erhält. Die einzelnen Schichten des
Haarbalges, die anfangs bloss durch Farbe und Durchsichtigkeit sich
unterschieden, füllen sich mit verschiedenen histiologischen Elementen.
Doch selbst zur Zeit der Geburt desThieres ist die vollkommene
Entwickelung dieser Schichtenbildung noch nicht vollendet, und
scheint nur überhaupt so lange zu währen, als der Haarbalg noch an
Umfang und namentlich in die Breite zunehmen kann. Das Haar selbst
wird um so gleichartiger erscheinen, je jünger es ist; mit seinem
Breiterwerden verliert es auch dieses homogene Aussehen und zerfällt
nun in seine verschiedenen Abtheilungen, die natürlich dort wieder
unkenntlich werden müssen, wo das Haar noch jung und dünn ist. Aus
der ganzen Entwickelungsweise folgt ferner, dass das Haar in der
Mitte des Follikels dünner sein müsse, als an dem aus dem Follikel
austretenden Theile, da es die Form des Markraumes (Fig. 60, tun)
annimmt, welche eben diese und keine andere ist.
Es folgt auch von selbst, dass zwischen der Dicke des Haares
und der anfänglichen Breite der Matrix ein aus der allgemeinen Formel
für die Entwickelung der Mutterbälge abzuleitendes Yerhältniss
besteht, welches aber bald so verwickelt wird, dass der Nachweis
kaum noch möglich ist. So folgen sich die Verhältnisse 2:3,1:2u.s.f..
wornach die Haarpulpa in einem grösseren Verhältnisse wächst, als
der Haarschaft, und bald den Follikel selbst an seinem unteren Ende
kolbig vergrössert.