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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Über  einige  noch  nicht  beschriebene  Pseudomorphosen,

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stallen  besetzt  sind.  Sie  bestellen  aus  einer  kaum  3 / 4 '"  dicken  feinkörnigen ­
  Quarzschale  und  sind  ganz  bohl  oder  auch  theilweise  mit
demselben  traubigen  Quarz  erfüllt,  der  ihre  Unterlage  bildet.  Dieser ­
  Umstand,  so  wie  das  stellenweise  ziemlich  tiefe  Eingesenktsein
der  Pseudomorphosen  in  die  unterliegende  Quarzmasse  machen  es
sehr  wahrscheinlich,  dass  auch  diese  erst  von  späterer  Bildung  und
durch  pseudomorphe  Verdrängung  einer  anderen  Mineralsubstanz
entstanden  sei.
XIII.  In  dem  schwarzgrauen  blasigen  Basalte  vonWaltseh,
dessen  Klüfte  mit  dem  allbekannten  schönen  Hyalith  in  den  verschiedenartigsten ­
  nachahmenden  Gestalten  überzogen  sind,  habe  ich  in
der  jüngsten  Zeit  eine  interessante  Pseudomorpliose  aufgefunden.
Auf  dem  Basalte  sitzen  einige  mehr  als  zollgrosse  gelbliche,  kugelige
Massen  mit  krummschaliger  Zusammensetzung,  die  aus  dünnen,
ausstrahlenden  Fasern  bestehen;  —  eine  Bildung,  wie  sie  hei  den
faserig  zusammengesetzten  Varietäten  des  Mesotyps  in  den  böhmischen ­
  Basalten  und  Phonolithen  so  oft  vorkömmt.  An  einzelnen  Stellen ­
  übrig  gebliebene  Beste  des  primitiven  Minerales  geben  sich  auch
wirklich  als  Mesotyp  zu  erkennen.  Der  grösste  Theil  hat  aber  eine
wesentliche  Veränderung  erlitten.  Die  Fasern  liegen  nicht  mehr
dicht  an  einander  und  im  Querbruche  erkennt  man,  dass  sie  hohl
sind,  gleichsam  eine  leere  Scheide  darstellen,  die  aus  Hyalith  besteht.
Zuweilen  ist  auch  die  centrale  Höhlung  mit  Hyalith  ausgefüllt,  welcher ­
  aber  ganz  wasserklar  ist.  Ebenso  ist  er  in  hie  und  da  befindliche ­
  grössere  Höhlungen  eingedrungen  und  hat  dort  stark  glänzende
wasserhelle,  kleintraubige  Gestalten  gebildet.  Das  Ganze  ist  mit
einem  bald  nur  1"',  bald  aber  auch  3-—4"'  dicken  nierenförmigen
Schichte  tlieils  wasserhellen,  theils  nur  durchscheinenden  weissen
Hyaliths  mit  sehr  kleintraubiger  Oberfläche  überzogen.  Auch  zwischen ­
  den  pseudomorphen  Partien  haben  sich  überall  traubige  Gestalten ­
  meist  durchsichtigen  Hyaliths  ausgebildet.
Offenbar  drang  hier  die  Kieselerdelösung  zuerst  zwischen  die
einzelnen  Fasern  des  Mesotyps  ein  und  verdrängte  denselben  von
aussen  nach  innen,  so  dass  um  jede  Faser  eine  hoble  Hyalithscheide
entstand.  Der  von  ihr  umschlossene  Rest  des  Mesotyps  wurde  dann
zerstört  und  hinweggeführt.  Die  dadurch  entstandenen  Hohlräume
blieben  theils  leer,  theils  wurden  sie  von  dem  sich  in  reichem  Masse
niederschlagenden  Hyalith  ausgefüllt,  was  theilweise  auch  mit  den
            
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