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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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Darstellbarkeit  zu  diesen  Untersuchungen  sich  besonders  eignet.
Dieses  Organ  ist  der  Haarfollikel.  Ich  habe  Haarfollikel  vom  Menschen, ­
  dem  Kaninchen,  der  Katze  und  der  Maus  in  verschiedenen ­
  Stadien  ihrer  Entwickelung  untersucht,  auch  die  Federbälge ­
  von  Hühnern  und  Tauben  nicht  unberücksichtigt  gelassen,
und  ich  glaube  die  Resultate  der  Untersuchung  hier  vorlegen  zu
dürfen.
Untersucht  man  Haarfollikel  in  der  gallertartigen  Haut  von  Embryonen, ­
  so  erscheinen  sie  von  oben  her  gesehen  anfangs  als  zwei,
später  als  drei  concentrische  Kreise,  zu  denen  wohl  auch  zuletzt
noch  ein  zarter  ringartiger  Mittelpunkt  hinzutritt.  Ich  habe  nun  an
Embryonen  die  Durchmesser  dieser  verschiedenen  Kreise  gemessen,
und  sie,  als  aus  einer  Mutterblase  hervorgegangen,  in  der  bekannten
Methode  berechnet.  Die  Haarfollikel  der  Erwachsenen  wurden  in  der
Seitenansicht  untersucht,  und  bei  der  grossen  Durchsichtigkeit  derselben ­
  (ohne  Zusatz  irgend  einer  Flüssigkeit)  war  es  immer  möglich
genaue  Messungen  zu  veranstalten.  Gemessen  wurde  an  diesen:
1.  die  Breite  des  Haares,  ab,  Fig.  S6;  2.  der  Durchmesser  cd,  d.  h.
der  grösste  Durchmesser  der  inneren  Wurzelscheide;  sonach  3.  der
grösste  Durchmesser  ef  der  äusseren  Wurzelscheide,  und  endlich
4.  der  Durchmesser  gh  des  ganzen  Haarbalges.  Berechnet  wurde  der
Haarbalg  nach  der  bisher  eingeführten  Methode.  Es  wurde  der
Durchmesser  gh  sonach  um  die  Einheit  vermindert,  und  der  Rest
sodann  durch  2,  3  oder  4  getheilt.  Hierdurch  erhielt  man  den  Markraum, ­
  die  Kernwand  und  die  Aussenwand  derjenigen  Muttercyste
(oder  Keimes),  aus  der  der  Annahme  nach,  der  Haarbalg  sich  gebildet
haben  sollte.  Der  berechnete  Markraum  wurde  wieder  um  y 4 ,  V),
Va  oder  um  ,  y 4  des  um  die  Einheit  verminderten  Kernwalles
vergrössert,  bis  er  den  gefundenen  Durchmesser  des  Haares  ergab,
öfters  war  dieser  letztere  wohl  auch  ein  aliquoter  Tlieil  des  berechnenden ­
  Markraumes,  und  zwar  */,  —  1  oder  */„—  1  oder  2 / 3  —  1  oder
3 A  -j-  1.  Eben  so  wurden  die  übrigen  Theile  des  Haarbalges  durch
Rechnung  gefunden,  indem  genau  bestimmte  aliquote  Theile  der
Kern-  und  Aussenwand  oder  der  Kernwand  allein  zum  Durchmesser
des  Markraumes  gezählt  wurden,  bis  sie  den  gefundenen  Grössen
glichen.  Führte  diese  Methode  zu  keinem  Resultate,  so  wurde  die  andere ­
  versucht.  Es  wurde  z.  B.  cf  oder  cd  von  gh  abgezogen,  der
Rest  um  die  Einheit  vermindert,  sodann  durch  2  oder  3  getheilt;
            
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