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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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dieser  Art  der  Entwickelung  kann  hier  füglich  abstrahirt  werden.
6)  Durch  hernienartige  Ausstülpung  eines  oder  mehrerer  Theile  der
Wand  einer  ursprünglich  runden  Blase;  diese  häufig  vorkommende
Form  kann  hier  gleichfalls  nicht  Gegenstand  einer  Erörterung  sein,
c)  Durch  endogene  Entwickelung  einer  oder  mehrerer  Blasen  in  dem
einfachen  oder  vergrösserten  Markraume  einer  Muttercyste,  ganz
nach  Art  des  Eies  im  ■Graaf  sehen  Follikel.  Diese  Tochtereysten  sind
frei;  ihre  Entwickelung  würde  vielleicht  aus  paarig  combinirten  Zellen
oder  durch  eine  fortgesetzte  Furchung  des  Gehaltes  eines  Keimes
abzuleiten  sein.  Derartige  Tochtercysten  wären  begreiflicher
Weise  zu  einer  neuen  Keimentwickelung  befähigt,  d)  Muttercysten
mit  endogenen  wandständigen  Cysten.  Ihre  Entwickelung  könnte  wieder ­
  nach  verschiedenen  Typen  erfolgen.  Es  wäre  entweder  anzunehmen, ­
  dass  in  der  Mutterzelle  mit  zwei  endogenen  Zellen  sich  bloss
eine  Aussenschale  bildete,  an  deren  Innenwand  die  Kerne  blasenartig
zurückblieben  (Fig.  11),  während  die  Zwischenwand  der  beiden
endogenen  Zellen  verschwände;  oder  es  wäre  der  Fall  denkbar,  dass
sich  Kern-  und  Aussenwall  entwickelten,  aber  die  an  der  Innenwand
des  Kernwalles  neugebildeten  Zeilen  die  Markhöhle  nicht  vollkommen
erfüllten,  e)  Erfüllen  die  endogenen  Cysten  aber  den  Markraum  vollständig ­
  und  regelmässig,  so  müsste  die  Figur  eines  regelmässigen
Durchschnittes  die  Gestalt  Fig.  38  haben,  die  jedoch  nur  bei  kleinen ­
  eben  erst  entwickelten  Cysten  in  dieser  Regelmässigkeit  beobachtet ­
  werden  könnte;  und  endlich  /),  wenn  die  Wand  der  Muttercyste ­
  allmählich  resorbirt  würde,  könnte  noch  die  nackte  Form
(Fig.  36)  aus  der  früheren  Form  abgeleitet  werden.
Aus  dem  Angeführten  versteht  es  sich  übrigens  von  selbst,  dass
die  Wände  eben  gebildeter  pathologischer  Cysten  durchsichtig  und
structurlos  sind,  mit  dem  Wachsen  der  Cyste  eine  Spaltung  in  mehrere ­
  Abtheilungen  erfahren,  die  theils  ganz  ähnliche,  theils  —  und
dies  ist  der  gewöhnlichere  Fall  —  sehr  verschiedene  Gewebe  enthalten ­
  können.  Grösseres  Interesse  noch  erweckt  der  Umstand,  dass
auch  ganze  Organismen  dem  allgemeinen  Gesetze  folgen,  und  solche
Grössenverhältnisse  darbieten,  wodurch  sie  ihren  Ursprung  aus  Keimen ­
  deutlich  zu  erkennen  geben.  Der  Zufall  bot  mir  die  Brut  eines
sogenannten  Akephalo-Cystensäckes  aus  der  Leber  des  Menschen
dar.  Ich  untersuchte  von  den  jungen  Entozoen  theils  solche,  deren
rüsselartiges  Ende  noch  eingezogen  war,  theils  solche,  die  dasselbe
SUzb.  (1,  matliem.-natunv.  CI.  X.  Brt.  IV.  Hft.

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