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des nördlichen Böhmens auftreten, — als eine durch Hitze bewirkte
Umbildung des thonigen Sphärosiderites (1. c. Pag. 9) •— sind nach
Sil lern (1. c. Pag. 530) zuweilen durch eine weitere Pseudomorphose
in Brauneisenstein umgewandelt.
IX. Von der nicht seltenen Pseudomorphose des Markasites
in Brauneisenstein befindet sich in der Sammlung des böhmischen
Museums ein ausgezeichnetes Exemplar, ein Fragment einer
grossen Krystallgruppe, zusammengesetzt aus den beinahe 3 / 4 " grossen
bekannten speerartigen Zwillingskrystallen (Pr.P -)- oo.
Pr -f- oo {Z 5 ?’}). Sie sind in ihrer ganzen Masse in dichten Brauneisenstein
umgebildet.
X. Im Granatensande von Triblic und Podsedlic findet man,
wiewohl selten, kugelige Zusammenhäufungen kleiner, aber sehr
deutlicher Hexaeder, die ohne Zweifel einst dem Pyrit angehörten,
jetzt aber in Hämatit verwandelt sind.
Eben solche, aber vereinzelte kleine, in dichten Rotheisenstein
veränderte Hexaeder beobachtete ich am Marienberge bei Aussig in
den dortigen schönen Natrolithdrusen des Phonoliths.
XI. In einem aufgelösten Granite hei Neudek, Egerer Kreises,
sind häufige bis zollgrosse Leucitoeder rothbraunen Thoneisengranates
eingewachsen. Viele derselben lassen eine eigenthümliche
Umwandlung wahrnehmen. Statt des Granates beobachtet man nämlich
hei vollkommener Erhaltung der äusseren regelmässigen Gestalt
eine sehr feinkörnige, glanzlose, wenig feste, stellenweise fast erdige,
hie und da von kleinen Höhlungen durchzogene Substanz von
gelbbraunem Striche, die sich als Eisenoxydhydrat zu erkennen gibt.
Einzelne Krystalle zeigen diese Umbildung in ihrer ganzen Masse,
bei anderen liegen in dem Brauneisenstein noch unregelmässige
grössere und kleinere Partien unveränderten Granates eingestreut.
Man hat es hier also offenbar mit einer Pseudomorphose von Granat
in Brauneisenstein zu thun.
XII. In der reichen Mineraliensammlung des Herrn Prälaten
Dr. Zeidler am Strahof befindet sich ein Bruchstück eines Knollens
von feinkörnigem, durchscheinendem chaleedonartigem Quarz mit
traubig-nierenförmiger, von einer sehr feinen Krystalldrusenhaut
überzogener Oberfläche von Mühlhausen bei Tabor. Auf demselben
sind mehrere zollgrosse scharfkantige Skalenoeder aufgewachsen,
die auf der Aussenseite sehr feindrusig, mit sehr kleinen Quarzkry-