und blasiger Gebilde im thierischen Organismus.
'6 87
sprüngliclien Netzform mit rundlichen Maschen jene mit länglichrunden
Zwischenräumen; doch auch jene mit recht- und spitzwinkeligen
Zwischenräumen bedarf keinen ühergrossen Aufwand an bildender
Thätigkeit.
Hand in Hand mit der Entwickelung der Gefässegeht die Entwickelung
der Parenchyme; die eine Entwickelung bedingt nicht die andere,
und doch geht die eine nur bei der Anwesenheit der anderen zweckmässig
von Statten, und wo die eine fehlerhaft ist, wird die zweite
nicht regelmässig sein; die weiteren Untersuchungen werden die Lösung
dieses Räthsels enthalten.
Ich habe die Beobachtungen, die ich an den Gefässen machte,
vorausgeschickt, weil.sie bei aller Einfachheit der Bildung doch mehrere
Bildungstypen repräsentirten und weil sie bei ihrer regelmässigen
Form und ihrer vollkommenen Durchsichtigkeit die genauesten Messungen
zulassen; ich wende mich nun zu anderen gleichfalls mikroskopischen
Gebilden, indem ich deren Grössenverhältnisse prüfe, werde
ich mir Schlüsse auf ihre Entwickelung erlauben.
Das gleiche Entwickelungsprincip wie bisher wird bei allen folgenden
Untersuchungen leitend sein. Von allen Theilen, deren Bestimmung
nun folgen wird, wird angenommen, dass der ursprüngliche
Keim eine Muttercyste sei, in der sich nach Umständen entweder
Tochtercysten mit den dazwischen liegenden Mulden, oder jene 3
Abtheilungen entwickeln, die ich, als Markraum, Kernwall und Aussenwall
unterschieden habe; es wird angenommen, dass mit dem
Grösserwerden der Cyste, die ich von nun an füglicher den Keim
nennen werde, eine fortwährende Spaltung des Inhaltes erfolgt, so
dass eine Tochtercyste abermal in zwei kleinere, jede von diesen
wieder in 2 Cysten u. s. f. sich spaltet, oder dass Markraum, Kernund
Aussenwall in 2, 3, 4 concentrische Schichten, diese abermal in
derselben Weise und nach dem bereits bekannten Gesetze sich theilen
oder dass wohl beide Arten der Umbildung in ein und demselben
Keime sich vorfinden, indem der Markraum z. B. endogene Cysten
entwickelt, während der Kern, und Aussenwall in concentrische Lagen
sich abtheilen. Hier könnte bei grösseren Keimen zur Erleichterung
der Rechnung leicht eine Modification der allgemeinen Formel vorgenommen
werden, die für das Endresultat von unerheblichemEinflusse
wäre. In der Grundformel für die Entwickelung der Muttercysten nämlich
iS= nM + 1 könnte auch die Einheit, da sie ohnehin meistens