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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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jeden  der  beiden  unteren  Äste  2  86,  für  jeden  der  kleineren  rechtwinkeligen ­
  Seitenäste  l - 479  u.s.  w.  Man  sieht  hieraus,  wie  sich  aus  der
gegebenen  Grösse  der  Muttercyste,  aus  dem  Werthedes  Wachsthumsund ­
  Vergrösserungs-Coefficienten  der  Lauf  und  der  Durchmesser  der
Gefässe  bestimmen  Hessen.  Aber  eine  derartige  Regelmässigkeit  findet ­
  sich  nur  an  wenigen  Theilen,  vielmehr  scheint  beim  ersten  Anblicke ­
  einer  Gefässverästelung  der  ganze  Vorgang  jeder  Berechnung
zu  spotten,  weil,  wenngleich  dasselbe  Gesetz  überall  herrscht  ,  doch
von  demselben  die  mannigfachste  Anwendung  in  der  Natur  gemacht
wird.  So  ist  bei  zwei  neben  einander  liegenden  Keimen  der  Werth  des
Waclisthums-  und  Vergrösserungs-Coefficienten  häufig  ein  verschiedener ­
  oder  die  beiderseitigen  Markräume  vergrössern  sich  um  verschiedene ­
  Theile  des  Kern-  oder  Aussenwalles,  wodurch  die  eine
Lacune  ungleich  grösser,  folglich  das  eine  Gefäss  ungleich  kleiner
wird  als  das  andere,  und  Ähnliches  mehr.  —  Wenn  icli  nun  im  Folgenden ­
  einige  Messungen  mittheile,  so  geschieht  dies  nicht,  um  die
bereits  angegebenen  Zahlen  noch  um  einige  zu  vermehren,  sondern
um  durch  Beispiele  darzuthun,  dass  die  Auffindung  des  Bildungsgesetzes ­
  nicht  zu  den  Unmöglichkeiten  gehört.  Ich  werde  an  einem
Gefässe  im  Folgenden  die  Seitenäste  von  den  Endästen  unterscheiden.
Wenn  ein  grösseres  Gefäss  sich  gabelartig  oder  dreitheilig,  jedoch
immer  symmetrisch  spaltet,  so  sollen  die  Äste  Endäste  genannt  werden ­
  (Fig.  42,  ab'),  sie  entsprechen  dann  den  beiden  Schenkeln  der  schematischen ­
  (Figur  40,41);  Seitenäste  heissen  die  bald  symmetrisch,
bald  unsymmetrisch  gestellten  Äste  (Fig.  41,  c),  nach  deren  Abgänge  das
Gefäss,  wenn  auch  zuweilen  etwas  kleiner  geworden,  seine  Richtung
beibehält,  sie  entsprechen  der  schematischen  Figur  (42,  B  bei  a)
und  sind  meist  bedeutend  kleiner  als  die  Endäste.  Nebenäste  sind  die
Zweige  dieser  Seitenäste,  in  der  schematischen  Figur  (42,  B)  entsprechen ­
  sie  dem  Gefässchen  p.  In  dem  Gefässblatte  des  Keimes
bilden  sie  fast  überall  den  Anfang  der  Capillaren.
            
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